Die nordischen Verteidigungsminister trafen sich in Helsinki (Finnland) im Rahmen von NORDEFCO (Nordic Defence Cooperation, Nordische Verteidigungskooperation), dem nordischen Verteidigungskooperationsformat. Auf der Tagesordnung standen unter anderem regionale Verteidigungskooperation, aktuelle NATO-Fragen sowie die Fortsetzung der Unterstützung für die Ukraine. Das Treffen wurde von Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen geleitet, da Finnland 2025 den NORDEFCO-Vorsitz innehat.

In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Verteidigungsminister, dass NORDEFCO nach der Unterzeichnung der Vision 2030 im Frühjahr 2024 in eine neue Phase eingetreten ist. Demnach sollen die nordischen Länder in der Lage sein, gemeinsame Militäroperationen durchzuführen, um künftigen Herausforderungen zu begegnen.

– Der Kern der nordischen Verteidigungskooperation ist die Fähigkeit, gemeinsam zu handeln, um sowohl aktuelle als auch künftige Herausforderungen zu bewältigen, erklären die Minister in ihrer gemeinsamen Erklärung.

Im Laufe des Jahres wird Finnlands Vorsitz die Umsetzung der Vision 2030, die Aktualisierung der NORDEFCO-Grundakte sowie die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigungsmaterial und Logistik priorisieren. Unter anderem soll die Arbeit an harmonisierten militärischen Transportkorridoren aufgenommen werden – ein Vorhaben, auf das sich die Verteidigungsminister im vergangenen Herbst geeinigt hatten.

Verteidigungsminister Pål Jonson (Moderate Sammlungspartei, Schweden) nahm an dem Treffen teil und betonte die Bedeutung einer gestärkten nordischen Verteidigungskooperation innerhalb der NATO.

– In einer Zeit wachsender Unsicherheit gewinnen die NATO und die nordische Zusammenarbeit an Bedeutung. Gemeinsam stärken wir unsere Verteidigung, unterstützen die Ukraine und verbessern die Sicherheit in Europa, schrieb er nach dem Treffen auf X (ehemals Twitter).