Die Forschungsorganisation der NATO, die Science and Technology Organization (STO), hat einen neuen Leiter für das Collaboration Support Office (CSO) ernannt. Am 1. Juli trat der französische Generalmajor Patrick Aufort sein Amt an und löst damit den Norweger John-Mikal Størdal ab, der die Position fünf Jahre lang innehatte. Aufort wird das STO CSO für einen Zeitraum von drei Jahren leiten.

Laut einer Pressemitteilung der STO kommt Patrick Aufort zuletzt von der französischen Verteidigungsbehörde Defence Innovation Agency (AID), deren Leiter er seit 2023 war. Zuvor hatte er mehrere Führungspositionen bei der französischen Rüstungsbeschaffungsbehörde DGA (Direction générale de l'armement) inne, unter anderem mit Verantwortung für Luftfahrtmaterial, luftgestützte Führungssysteme und elektronische Kriegsführung.

Als Leiter des STO CSO übernimmt Aufort die Verantwortung für das Collaborative Programme of Work (CPoW) der Organisation, das die gemeinsame Forschung und Technologieentwicklung der NATO koordiniert. Er tritt sein Amt zu einem Zeitpunkt an, zu dem das Programm eine Umstrukturierung durchläuft, um den künftigen Bedürfnissen der Bündnispartner besser gerecht zu werden.

„Ich bin stolz darauf, der Science and Technology Organization der NATO und ihrem wissenschaftlichen Netzwerk in einer entscheidenden Phase beizutreten und dazu beizutragen, die STO zu einem strategischen Aktivposten innerhalb der NATO zu machen, um wissenschaftliche Erkenntnisse rasch zu integrieren und neue Technologien zum Nutzen der Streitkräfte des Bündnisses zu erschließen", erklärt Patrick Aufort in der Pressemitteilung.

Der scheidende CSO-Leiter John-Mikal Størdal verfasste im Dezember 2025 einen Gastkommentar für Nordic Defence Sector, in dem er argumentierte, dass Wissenschaft und Technologie zu einer strategischen Priorität werden müssen, damit die NATO ihren technologischen Vorsprung behalten kann. Er hob dabei unter anderem den Bedarf an erhöhten Investitionen in aufkommende Technologien, schnellere Innovationsprozesse und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Bündnispartnern hervor, um die Abschreckung zu stärken.