Der Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte, General Fabien Mandon, besucht Finnland am 1. und 2. Juni zu Gesprächen über Verteidigungskooperation, gemeinsame Übungsaktivitäten und operative Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Der Besuch erfolgt auf Einladung des finnischen Verteidigungschefs General Janne Jaakkola.

Laut einer Pressemitteilung der Finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) umfasst das Programm unter anderem Besuche beim Finnischen Grenzschutz (Rajavartiolaitos) und beim Europäischen Kompetenzzentrum für die Bekämpfung hybrider Bedrohungen (Hybrid CoE) sowie eine gemeinsame Ansprache an Teilnehmer des französischen Institut des hautes études de défense nationale (IHEDN), das gleichzeitig einen Besuch in Finnland durchführt.

In der Pressemitteilung betonen die finnischen Streitkräfte, dass die bilaterale Zusammenarbeit mit Frankreich in den vergangenen Jahren zunehmend auf Übungs- und Ausbildungsaktivitäten in Finnland ausgerichtet worden ist.

Als Beispiel wird die Übung Northern Star genannt, die Ende Mai abgeschlossen wurde und bei der französische Bataillone gemeinsam mit finnischen Verbänden unter nordischen Bedingungen übten. Französische Heeresverbände haben laut den finnischen Streitkräften seit der Übung Cold Response, die früher im Frühjahr in Norwegen stattfand, aktiv an Übungen in Finnland teilgenommen, worüber NDS berichtet hat.

Laut dem finnischen Verteidigungsminister Antti Häkkänen wird eine weitere Vertiefung der Verteidigungskooperation zwischen den Ländern erwartet. In einem Beitrag auf X teilt er mit, dass Frankreich beschlossen hat, am multinationalen Landstreitkräftekonzept Forward Land Forces (FLF) Finnland in Nordfinnland teilzunehmen.

„Wir werden unter anderem die Übungskooperation zwischen unseren Ländern ausbauen, und Frankreich hat beschlossen, an dem Landstreitkräftekontingent FLF Finnland in Nordfinnland teilzunehmen", schreibt Häkkänen.

Häkkänen gibt zudem an, dass die Parteien die Gespräche über Frankreichs Initiative zur erweiterten nuklearen Abschreckung in Europa fortgesetzt haben.

„Wir sammeln derzeit Informationen und bewerten die Initiative", schreibt er.