Vergangene Woche traf sich Verteidigungsminister Pål Jonson (M) mit Vertretern aus Wirtschaft und Behörden, um die kommende Rüstungsindustriestrategie der schwedischen Regierung zu erörtern. Das Seminar, das erste von zwei in diesem Herbst, setzte die Gespräche darüber fort, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Staat und der Verteidigungsindustrie weiterentwickelt werden kann, wie aus einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums (Försvarsdepartementet) hervorgeht.
– Die Akteure des Verteidigungsmarktes, große wie kleine, brauchen eine klare Ausrichtung seitens der Regierung – sowohl dazu, wie die Verteidigung künftig beschaffen soll, als auch dazu, wie die Regierung die Voraussetzungen der Unternehmen stärken will, damit sie sich entwickeln und international wettbewerbsfähig sowie sicherheitspolitisch relevant werden können, sagt Robert Limmergård, Generalsekretär des schwedischen Verbands der Sicherheits- und Verteidigungsunternehmen (Säkerhets- och försvarsföretagen), gegenüber Försvarssektorn Nyheter.
Das Seminar befasste sich mit zwei parallelen Strategien: einer, die die alten Grundsätze zur Materialversorgung aus dem Jahr 2009 ersetzen und Leitlinien für Beschaffung und Versorgungssicherheit festlegen soll, sowie einer übergeordneten Strategie, die Schwedens Fähigkeit stärken soll, künftige Verteidigungsbedarfe zu decken – einschließlich der Zusammenarbeit mit internationalen Verbündeten. Die Diskussionen thematisierten auch, wie die Produktionskapazitäten der Verteidigungsindustrie gestärkt werden können und wie Schweden sich am besten zu den EU-Initiativen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie verhalten sollte.
Neben Vertretern von Behörden und anderen Organisationen nahmen auch sechs Unternehmen teil, darunter vier kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ein Grund dafür ist, dass die strategische Ausrichtung stark darauf abzielt, Unternehmen beim Wachstum zu unterstützen.
Eines der größeren Unternehmen war die MW Group.
– Es ist sehr erfreulich, dass der Verteidigungsminister und das Ministerium zu Gesprächen einladen, um eine schwedische Rüstungsindustriestrategie zu entwickeln, sagt Mikael Karlsson, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, gegenüber FSN, und fährt fort:
– Schwedens Verteidigungsfähigkeit wird durch gemeinsame Kräfte gestärkt und unser Beitrag zum Bündnis maximiert – dafür müssen wir alle die Ärmel hochkrempeln und im Gleichschritt voranschreiten. Ich schätze es besonders, dass das Gespräch in einer offenen Atmosphäre geführt wird und eine breite Perspektivenvielfalt aus Politik, Behörden, Unternehmen und unserem Branchenverband einbezieht. Ich freue mich darauf, zur weiteren Arbeit beizutragen, schließt er.