Das finnische Verteidigungsministerium (Puolustusministeriö) und die südkoreanische Korea Trade-Investment Promotion Agency (KOTRA) haben ein Staat-zu-Staat-Abkommen unterzeichnet, wonach Finnland zusätzliche selbstfahrende 155-mm-Haubitzen vom Typ K9 beschafft. Dies teilt das finnische Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung mit.
– Die Beschaffung ist Teil der zehnjährigen Modernisierung der finnischen Armee, wie sie aus dem Verteidigungsbericht der Regierung hervorgeht. Gleichzeitig ist dies ein starkes Zeichen für die enge Zusammenarbeit zwischen den Verteidigungsverwaltungen Finnlands und der Republik Korea, erklärt Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen in der Pressemitteilung.
Das Abkommen wurde am 9. April unterzeichnet und umfasst 112 gebrauchte K9-Haubitzen sowie Ersatzteile, Spezialwerkzeug und Testausrüstung im Gesamtwert von rund 546,8 Millionen Euro.
Das finnische Verteidigungsministerium gibt an, dass die Beschaffung die Feuerkraft der Armee stärken und ihre Fähigkeit unterstützen soll, Kräfte mit weitreichenden Artilleriesystemen zu unterstützen, die sowohl auf Straßen als auch im Gelände eine hohe Mobilität aufweisen. Zugleich soll die Beschaffung teilweise ältere gezogene Artillerie ersetzen.
Die Ausrüstung soll in Finnland nationale Modifikationen durchlaufen, bevor sie in Dienst gestellt wird. Wartungs- und Unterstützungskapazitäten für das K9-System wurden in Finnland bereits durch frühere Beschaffungen aufgebaut.
Im Jahr 2017 bestellte Finnland die ersten K9-Geschütze, und das Land hat bislang insgesamt 96 Exemplare desselben Typs bestellt. Im Jahr 2025 bestellte Norwegen zusätzliche Artilleriegeschütze der Variante K9 Vidar, worüber NDS berichtet hat.

