Die Ukraine und Dänemark wollen ihre Verteidigungskooperation durch eine erweiterte Drohnenzusammenarbeit, gemeinsame Innovationsprogramme und die Entwicklung europäischer Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen vertiefen.
Bei einem Treffen in Kiew zwischen dem dänischen Verteidigungsminister Jeppe Bruus und seinem ukrainischen Amtskollegen Mychailo Fedorow wurde die Umsetzung des sogenannten Drone Deal-Abkommens zwischen den beiden Ländern erörtert. Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium soll die Zusammenarbeit der Ukraine zusätzliche Fähigkeiten an der Front verschaffen, während Dänemark Zugang zu ukrainischen Gefechtserfahrungen, operativen Daten und Verteidigungstechnologie erhält. Die Parteien erwägen zudem die Einrichtung gemeinsamer Innovationsprogramme für Verteidigungs- und Sicherheitsunternehmen in beiden Ländern.
Ein weiterer Bestandteil der Zusammenarbeit betrifft die Entwicklung einer europäischen Lösung zur Abwehr ballistischer Raketen. Die Ukraine erklärt, dass sie Unterstützung von Dänemark und anderen Partnerländern sucht, um gemeinsame antiballistische Fähigkeiten zu entwickeln.
In einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums gibt Jeppe Bruus an, während seines Besuchs auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen sowie ukrainische Drohnenakteure und Unternehmen der Verteidigungsindustrie besucht zu haben. Die Minister erörterten zudem die strategische Verteidigungsindustrieinitiative Build With Ukraine, im Rahmen derer ukrainische Verteidigungsunternehmen Aktivitäten außerhalb der Ukraine aufbauen sollen, um die Versorgungssicherheit zu stärken und Möglichkeiten für Technologietransfer und industrielle Zusammenarbeit zu schaffen.
„Die Ukraine hat den Weg gewiesen, insbesondere im Hinblick auf innovatives Denken und Hochtechnologie-Innovation, die schnell in eine großangelegte Produktion kosteneffizienter militärischer Fähigkeiten umgesetzt werden kann. Davon sollten wir uns inspirieren lassen und darauf hinarbeiten, eine ebenso strukturierte und ambitionierte Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften, der Forschung und der Industrie in Dänemark zu etablieren", so Jeppe Bruus in der Pressemitteilung.

