Die schwedische Regierung hat beschlossen, dass die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) ihre Luftverteidigungsfähigkeit durch den Aufbau einer künftigen territorialen Luftverteidigung erweitern sollen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 15 Milliarden Schwedische Kronen.
In einer Pressemitteilung der schwedischen Regierung wird angegeben, dass die Schwedischen Streitkräfte eine Reihe von Verbänden aufstellen, ausbilden und ausrüsten sollen, die Kampfverbände, die Mobilisierungsfähigkeit der militärischen Verteidigung sowie Städte und zivile Infrastruktur schützen können.
Laut der Pressemitteilung soll die territoriale Luftverteidigung hauptsächlich kurzreichweitig sein, aus eigenständigen Verbänden in Kompaniestärke bestehen und auf einfachen Systemen basieren, die mit verschiedenen Waffen-, Radar- und technischen Systemen kombiniert werden können. Die Verbände sollen beweglich oder an begrenzte geografische Gebiete gebunden sein. Eine erste zusammenfassende Bestellung an die Industrie ist für das erste Quartal 2026 geplant.
– „Die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine zeigen mit aller Deutlichkeit, wie entscheidend eine robuste und nachhaltige Luftverteidigung ist. Durch den Aufbau territorialer Luftverteidigungsverbände ergänzen wir die bestehende Luftverteidigung und stärken den Schutz der Mobilisierung und der Kampfverbände. Dies erhöht die Hemmschwelle gegenüber Angriffen, stärkt Schwedens Verteidigungsfähigkeit und trägt gleichzeitig zur gemeinsamen Abschreckung und Verteidigung der NATO bei", sagt Schwedens Verteidigungsminister Pål Jonson in der Pressemitteilung.
Die Pressemitteilung gibt ferner an, dass die Regierung zuvor der Behörde für Zivilverteidigung (MCF, vormals Myndigheten för samhällsskydd och beredskap/MSB – Schwedische Behörde für Katastrophenschutz und Notfallvorsorge) sowie den Schwedischen Streitkräften den Auftrag erteilt hat, eine gemeinsame Einschätzung darüber vorzulegen, wie Städte und zivile Infrastruktur gegen Bedrohungen aus der Luft geschützt werden können. Der Auftrag soll am 16. Februar 2026 vorgelegt werden.

