Die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) haben ihren Haushaltsentwurf für 2027 bei der Regierung eingereicht. Der Rahmen sieht vor, dass die Investitionen bis 2030 von 165 auf 182 Milliarden Schwedische Kronen steigen, um sicherzustellen, dass die Verteidigungsausgaben in Kürze 3,1 Prozent des BIP erreichen.

– Wir investieren jetzt auf einem Niveau, das 3,1 Prozent des BIP entspricht, weil die Sicherheitslage dies erfordert, sagt Oberbefehlshaber Michael Claesson in einer Pressemitteilung.

Der Schwerpunkt des Haushaltsentwurfs liegt auf der operativen Wirkung der Kampfverbände. Die Behörde gibt an, dass dies konkret mehr Luftverteidigung, eine erhöhte Munitionsmenge, mehr unbemannte Systeme sowie verbesserte Voraussetzungen für eine robuste Führung umfasst. Die Jahre 2026 und 2027 werden als entscheidende Periode zur Steigerung der Fähigkeiten der Verbände beschrieben.

Der Vorschlag basiert auf den wirtschaftlichen Planungsrahmen, die die Regierung für 2026 vorgegeben hat, sowie auf dem Verteidigungsbeschluss des Reichstags für den Zeitraum 2025 bis 2030. Neben materiellen Investitionen priorisieren die Schwedischen Streitkräfte eine Stärkung der Durchhaltefähigkeit, der Nachrichtengewinnung sowie der Fähigkeit zur Aufnahme von Bündnisstreitkräften (Värdlandsstöd). Die gestärkte nationale Fähigkeit soll unmittelbar zur kollektiven Verteidigung des Bündnisses beitragen.

– Die Aufrüstung wird mit voller Kraft fortgesetzt. Die Investitionen steigen bis 2030 von 165 auf 182 Milliarden Kronen, weil wir unsere Durchhaltefähigkeit und unsere Schlagkraft in einer ernsten sicherheitspolitischen Lage erhöhen müssen, sagt Michael Claesson.

Er betont, dass kein Spielraum für Tempoverlust bestehe und dass die Umsetzung nun höchste Priorität habe. Die Aufgabe, Schweden zu verteidigen und die NATO-Fähigkeitsziele zu erfüllen, wird als untrennbar beschrieben.