Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) teilt mit, dass die leichten Versorgungsboote der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) aufgerüstet werden, um die Lebensdauer der Boote zu verlängern sowie die Beweglichkeit und logistische Fähigkeit der Amphibieverbände auf See zu erhöhen. Die FMV wird in den nächsten drei Jahren sechzehn modifizierte leichte Versorgungsboote an die Schwedischen Streitkräfte liefern.

Das leichte Versorgungsboot ist vielseitig und äußerst flexibel einsetzbar. Seit seiner Indienststellung Ende der 1990er Jahre wurde es von den Amphibieverbänden zur Versorgung mit Treibstoff, Munition, Wasser und Verpflegung eingesetzt. Sein Wasserstrahlantrieb ermöglicht es, sich in sehr flachen Gewässern nahe der Küste zu bewegen.

– Das lebensdauerverlängerte Versorgungsboot erhöht unter anderem die Beweglichkeit der Verbände durch eine gesteigerte Höchst- und Marschgeschwindigkeit und verfügt über eine größere Reichweite, da der Kraftstoffverbrauch effizienter wird, sagt Camilla Wallentinsson, Projektleiterin bei der FMV.

Für einen verbesserten Nahschutz wurde das leichte Versorgungsboot mit einer erhöhten Ringlafette sowie einer Pfahllafette am Heck ausgestattet, um die Feuerkraft des Bootes weiter zu stärken. Sämtliche Waffenpositionen wurden angepasst und zukunftssicher für die Montage sowohl vorhandener als auch möglicher künftiger Maschinengewehre und Granatwerfer ausgelegt. Neben dem Nahschutz verfügt das leichte Versorgungsboot über die Fähigkeit, Seeminen und Wasserbomben mitzuführen und auszulegen.

Neben der Lieferung von Versorgungsgütern kann das Boot durch das Verladen von Fahrzeugen oder Funktionscontainern an Bord für weitere Logistikaufgaben angepasst werden. Es gibt beispielsweise Container, die Großküchenkochen und die Instandsetzung von Gerät ermöglichen, aber auch Kettenfahrzeuge oder Geländequads mit Anhänger können vom Bug des Bootes aus angelandet werden. Darüber hinaus kann das Boot als medizinischer Versorgungspunkt mit Sanitätspersonal, Krankenpflegern und Ärzten an Bord dienen.

– Ich denke, wir haben einen guten Prozess für unsere Zusammenarbeit mit den Amphibieverbänden gefunden, bei dem wir gemeinsam deren Bedürfnisse und Anforderungen in kosteneffiziente Lösungen umsetzen können, sagt Camilla Wallentinsson.

Die Aufrüstung des leichten Versorgungsbootes umfasst:

– Austausch der Hauptmotoren, Stromerzeuger sowie Strahlantriebsaggregate
– Installation eines neuen Navigationssystems
– Entwicklung und Erweiterung der Waffeninstallation
– Renovierung der Steuerkanzel für verbesserte Gefechtslenkung, Navigation und Ergonomie
– Verlängerung um 1 Meter für bessere Wassereigenschaften sowie Sicherheit auf See.

Pressemitteilung der FMV