Am Donnerstag, den 12. Februar, fand der erste Start der leistungsstärksten europäischen Trägerrakete, der Ariane 64, statt. An Bord befinden sich 32 Satelliten, die in Amazons satellitengestütztes Breitbandnetzwerk Amazon Leo eingebunden werden sollen – der Beginn einer Serie von 18 geplanten Missionen bis 2029.
Heute fand der erste Start der Ariane 64 vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, statt. Die Ariane 64 ist die leistungsstärkste Version der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 und ist mit vier Boostern ausgestattet. Dies geht aus einer Pressemitteilung von GKN Aerospace hervor, das am Ariane-Programm beteiligt ist.
An Bord befinden sich 32 Satelliten, die in einen niedrigen Erdorbit für Amazons satellitengestütztes Breitbandnetzwerk Amazon Leo (früher Project Kuiper) gebracht werden sollen. Der Start markiert den Beginn einer Serie von insgesamt 18 geplanten Ariane-6-Missionen zwischen 2026 und 2029 zum Aufbau der Satellitenkonstellation.
Die Ariane 6 ist in zwei Versionen erhältlich: die Ariane 62 mit zwei Boostern und die Ariane 64 mit vier. Letztere, die derzeit im Einsatz ist, ist für schwerere Nutzlasten ausgelegt und kann je nach Missionsprofil über 20 Tonnen in die Umlaufbahn transportieren. Die Rakete wurde entwickelt, um Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum zu stärken und der wachsenden globalen Nachfrage nach Satellitenstarts zu begegnen. Die Anzahl der aktiven Satelliten in der Umlaufbahn beläuft sich derzeit auf rund 11.000 und dürfte in den kommenden Jahrzehnten erheblich zunehmen.
Mehrere europäische Unternehmen liefern zentrale Komponenten für die Ariane 64, darunter Beyond Gravity in Linköping (Südschweden, Zentrum der Luft- und Raumfahrtindustrie), das ein modulares Dispenser-System entwickelt hat, das erstmals auf der Ariane 6 zum Einsatz kommt. Dieses System ist dafür verantwortlich, die Satelliten zum richtigen Zeitpunkt zu trennen und in der richtigen Position in der Umlaufbahn zu platzieren.
GKN Aerospace ist für die Entwicklung und Herstellung der Raketendüse sowie der Turbinenkomponenten der Triebwerke verantwortlich – Teile, die entscheidend dafür sind, den erforderlichen Schub zu erzeugen, um die Erdanziehungskraft zu überwinden.
Die Mission wird laut einer Pressemitteilung von Arianespace insgesamt 1 Stunde und 54 Minuten dauern – vom Start bis zur Trennung aller Satelliten.

