Schweden nimmt derzeit an der Übung REPMUS in Portugal teil, bei der sich 30 Nationen versammeln, um unbemannte Marinesysteme zu entwickeln und zu testen. Es ist das dritte Jahr, in dem Schweden an dieser Übung teilnimmt, jedoch das erste Mal als NATO-Mitglied. Die Übung konzentriert sich auf autonome Fahrzeuge und die Taktikentwicklung zur Integration dieser Systeme mit bemannten Systemen in militärischen Operationen, teilt die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) in einer Pressemitteilung mit.

– Unsere Teilnahme spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der schwedischen Fähigkeiten im Bereich unbemannter Marinesysteme. Fähigkeiten, die sowohl national als auch international von zentraler Bedeutung und gefragt sind – nicht zuletzt im NATO-Kontext, sagt Robert Wigert von der FMV, der als Delegationsleiter von Team Sweden fungiert, gegenüber der Behörde.

Schweden stellt Personal und Ausrüstung der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten), der FMV, der Schwedischen Verteidigungsforschungsagentur (FOI, Totalförsvarets forskningsinstitut), sowie der Unternehmen Saab, Miraya, Skeldar und der Königlich Technischen Hochschule (KTH) bereit. Die schwedischen Teilnehmer sind in drei Domänen aktiv: Unterwasserkampf, Oberflächenkampf und Luftkampf. Im Bereich der Oberflächenkampfführung werden unter anderem USV-Fahrzeuge (unbemannte Überwasserfahrzeuge) und die UAV Skeldar (unbemanntes Luftfahrzeug) für Aufklärungszwecke eingesetzt – sowohl in offensiven als auch in defensiven Operationen. Der schwedische Beitrag umfasst außerdem Tests des Fahrzeugs Ghostfoiler sowie die Zusammenarbeit mit französischen Kriegsschiffen, so die FMV.

Im Unterwasserbereich wird das unbemannte Unterwasserfahrzeug AUV62 getestet, das als akustisches U-Boot-Ziel fungiert und Minensuche durchführt. Die bisherigen Ergebnisse sind positiv, und die Systeme werden für eine künftige Einführung in der schwedischen Marine erprobt.

– Wir hoffen, einen Angriffsbefehl zu erhalten, sodass wir nach der Identifizierung eines Ziels von der UAV Skeldar zur USV Piraya übergehen können – mit lediglich einem menschlichen Sicherheitsfilter dazwischen. Diese Fähigkeit wäre besonders relevant in einer Schärenumgebung, wo Klippen und Schären die Sicht für Überwassersysteme verdecken, sagt Robert Wigert.

Miraya ist für die Rekonstruktion und Analyse der verschiedenen Übungsabschnitte verantwortlich, was mit der NATO-Arbeit zur Entwicklung einer U-Boot-Abwehrbarriere verknüpft ist. Die Übung endet nächste Woche mit der Präsentation der Ergebnisse vor Entscheidungsträgern der teilnehmenden Nationen.