Die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) und der Lindholmen Science Park (Göteborg, Westschweden) haben das Innovationsprojekt DiSH abgeschlossen, das digitale Videounterstützung und Drohnen zur Stärkung der medizinischen Versorgungskapazität in der militärischen Sanitätskette erprobt hat. Das Projekt wurde innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen.

Die Schwedischen Streitkräfte teilen mit, dass das Projekt DiSH (Digitalt stöd för högre medicinsk kompetens i högintensiv strid, zu Deutsch: Digitale Unterstützung für höhere medizinische Kompetenz in hochintensiven Gefechten) im Auftrag des Heeresinspekteurs durchgeführt wurde. Das Projekt hat digitale Technologien in militärischen Testumgebungen erprobt, geübt und bewertet, um die medizinische Kompetenz zu steigern und den Transport von Sanitätsmaterial per Drohne zu ermöglichen.

„DiSH ist eines von mehreren Projekten, die die Schwedischen Streitkräfte und das Heer derzeit durchführen, um uns in einer schnelleren Entwicklung zu üben, bei der wir Kompetenzen, Technologien und Fähigkeiten aus der Wirtschaft zusammenführen", sagt Filip Scheynius, Kommandeur des Försvarsmedicincentrum (Schwedisches Zentrum für Militärmedizin), in der Mitteilung der Schwedischen Streitkräfte.

Laut der Behörde bestand das Ziel darin, die Telemedizinfähigkeit der Schwedischen Streitkräfte zu stärken, das heißt die Möglichkeit, aus der Ferne Konsultationen per Audio, Video und Foto sowie mit Daten aus medizintechnischen Geräten durchzuführen. Das Projekt hat dabei auf vorhandene Technologien aus dem offenen Markt zurückgegriffen.

Zu den erprobten Fähigkeiten gehören die medizinische Fernunterstützung durch Ärzte, beispielsweise Beratung und Verschreibung von Ärzten an Militärsanitäter, sowie die Drohnenlieferung von Medikamenten, Blutprodukten und medizintechnischen Geräten. Die Abschlussübung fand im Rahmen der NATO-Übung Cold Response statt.

Beteiligte Verbände waren K3 (UAS-Zentrum der Schwedischen Streitkräfte), K4, die Heeresgefechtskampfschule (Markstridsskolan) sowie der Heeresführungsstab (Arméstaben). Das Projekt wurde im Jahr 2026 an verschiedenen Standorten durchgeführt.