Die schwedische Regierung hat beschlossen, die Botschaft Schwedens in Lima wiederzueröffnen. Die Botschaft soll im Herbst 2026 ihren Betrieb aufnehmen und zielt darauf ab, die bilateralen Beziehungen zu stärken, schwedische Unternehmen vor Ort zu unterstützen sowie Handel und Investitionen zu fördern. Die Entscheidung folgt auf ein Jahr verstärkter Kontakte zwischen Schweden und Peru.
– Die Beziehungen zwischen unseren Ländern haben sich in den letzten Jahren gefestigt und intensiviert. Wir haben bedeutende strategische Interessen in Peru. Mehrere schwedische Unternehmen sind im Land tätig, und diese Präsenz muss unterstützt werden, sagt Außenministerin Maria Malmer Stenergard.
Laut dem schwedischen Außenministerium (Utrikesdepartementet) ist die Entscheidung Teil der Bemühungen, Schweden die bestmöglichen Voraussetzungen für die Durchführung von Außenpolitik und die Förderung schwedischer Interessen im Ausland zu verschaffen – im Rahmen der verfügbaren Ressourcen.
Frühere Gespräche über Verteidigungskooperation
Im August berichtete NDS (Nordic Defence Sector), dass Verteidigungsminister Pål Jonson seinen peruanischen Amtskollegen Walter Astudillo in Stockholm empfing, gemeinsam mit den Außenministern beider Länder. Das Treffen war eine Folgebegegnung zu Jonsons Südamerikareise im Juli, bei der er unter anderem bilaterale Gespräche in Lima führte und an der Luftfahrtmesse F-AIR Colombia teilnahm, auf der zwei schwedische Gripen-Kampfflugzeuge (JAS 39 Gripen) gemeinsam mit der brasilianischen Luftwaffe präsentiert wurden.
Bei dem Treffen in Peru wurden Möglichkeiten zur rüstungsindustriellen Zusammenarbeit erörtert, mit Schwerpunkt auf Kampfluftfahrt, Cyberverteidigung, Innovation und Drohnentechnologie.

