Schweden und Polen haben den nächsten Schritt im Prozess rund um Polens U-Boot-Beschaffung unternommen. Die Verteidigungsminister beider Länder unterzeichneten ein Memorandum of Understanding, das als Grundlage für weitere Verhandlungen dienen soll. Das Abkommen folgt auf Polens frühere Ankündigung, Schweden als Partner für sein U-Boot-Programm zu wählen.
Gemäß einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums unterzeichneten Verteidigungsminister Pål Jonson und Polens stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz ein Memorandum of Understanding, das die polnisch-schwedische U-Boot-Zusammenarbeit konkretisiert und als Grundlage für weitere Verhandlungen dient.
– Heute haben wir einen wichtigen nächsten Schritt in Richtung eines schwedisch-polnischen U-Boot-Geschäfts unternommen. Schweden und Polen verfügen gemeinsam über die Mittel, um die Sicherheit im Ostseeraum erheblich zu stärken, und wir schätzen die enge Zusammenarbeit mit Polen, sagt Pål Jonson, Verteidigungsminister, in der Pressemitteilung.
Das Abkommen folgt auf die Ankündigung vom 26. November, dass Polen Schweden als Partner für sein U-Boot-Programm gewählt hat. Nordic Defence Sector berichtete darüber bereits in dem Artikel „Polen wählt schwedische U-Boote". Polen möchte im Rahmen des Programms ORKA drei schwedische U-Boote der Klasse A26 beschaffen, jedoch wurde bislang noch kein Vertrag unterzeichnet.
Aus der Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums geht hervor, dass das Memorandum of Understanding als Grundlage für die weiteren Verhandlungen zwischen den Ländern dienen soll. Im Falle einer Vertragsunterzeichnung wird das Geschäft als eines der größten maritimen Exportgeschäfte Schwedens beschrieben.

