Roshel und Swebor haben einen strategischen Kooperationsvertrag unterzeichnet, um Kanadas erste Anlage zu errichten, die ausschließlich der Produktion von ballistischem Stahl gewidmet ist. Die Partnerschaft soll die Versorgungssicherheit stärken, Abhängigkeiten in Lieferketten reduzieren und zur industriellen Souveränität beitragen, so eine Pressemitteilung von Roshel.

Roshel ist ein kanadensischer Hersteller von gepanzerten Fahrzeugen. Das Unternehmen produziert unter anderem den Senator, der in über 1.800 Exemplaren in der Ukraine im Einsatz ist. Swebor ist ein schwedischer Stahlhersteller mit Schwerpunkt auf ballistischem Stahl für den Verteidigungssektor.

„Dieses Projekt dreht sich um den Aufbau industrieller Souveränität. Indem wir die Produktion von ballistischem Stahl nach Kanada verlagern, reduzieren wir eine kritische Abhängigkeit und schaffen die Voraussetzungen für langfristige Resilienz", sagt Roman Shimonov, Geschäftsführer von Roshel, in der Pressemitteilung.

Laut Roshel und Swebor soll die Anlage verschiedene Stahlqualitäten und -stärken produzieren, die unter anderem den Anforderungen der NATO-STANAG-Prüfung (NATO Standardization Agreement) entsprechen müssen. Die mit der neuen Anlage verbundenen Rechte am geistigen Eigentum sollen gemeinsam von beiden Parteien gehalten werden.

„Die Zusammenarbeit zeigt, wie verbündete Nationen ihre industriellen Fähigkeiten gemeinsam weiterentwickeln können", sagt Hans Bergman, Vorstandsvorsitzender von Swebor.