Schweden und Ungarn haben eine Absichtserklärung über eine erweiterte Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand am 16. Oktober in Stockholm (Schweden) zwischen Verteidigungsminister Pål Jonson (M) und dem ungarischen Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky statt.

– Ich freue mich darauf, in Zukunft die konkreten Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu erhalten, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson (M) in einer Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird mit Vertretern der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk), des Rüstungskonzerns Saab AB und des ungarischen Verteidigungsministeriums eingerichtet, um konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu erkunden.

Die Absichtserklärung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zu stärken, insbesondere im Rahmen des Gripen-Programms (JAS 39 Gripen, schwedisches Kampfflugzeug) und anderer Verteidigungsmaterialbereiche. Der Hintergrund ist das Abkommen zwischen Schweden und Ungarn, das am 23. Februar 2024 im Zusammenhang mit den NATO-Verhandlungen unterzeichnet wurde.

– Heute hatten wir Gespräche mit dem schwedischen Verteidigungsminister in Stockholm und wir haben ein Abkommen unterzeichnet, das man als historisch bezeichnen könnte: Wir werden gemeinsam daran arbeiten, die Gripen weiterzuentwickeln, und in vielen anderen wichtigen bilateralen Fragen. Die schwedisch-ungarischen Beziehungen, insbesondere seit dem NATO-Beitritt Schwedens im Jahr 2024, wurden auf eine strategische Ebene gehoben, schrieb Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky auf Facebook gemäß der ungarischen Zeitung Magyar Nemzet.