Heute Morgen präsentierten Verteidigungsminister Pål Jonson (M), Mikael Oscarsson (Kd) und Anna Starbrink (L) das vierzehnte Unterstützungspaket für die Ukraine. Der Hauptteil des Pakets betrifft Munition und Ersatzteile, umfasst jedoch auch Ausbildungsmaßnahmen. Der Verteidigungsminister teilte außerdem mit, dass die Regierung die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) beauftragt, mit Unterstützung der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) die Voraussetzungen für eine Schenkung oder den Export des Kampfflugzeugs JAS 39 Gripen an die Ukraine zu analysieren und darzulegen.

Das Unterstützungspaket enthält Verteidigungsmaterial wie unter anderem Artilleriemunition (155 mm), Ersatzteile, Infanterieausrüstung und Munition für das Schützenpanzerfahrzeug CV90 (Stridsfordon 90) im Wert von rund 1,7 Milliarden Schwedischen Kronen. Der Hauptteil des Pakets betrifft Munition und Ersatzteile. Der Gesamtwert des gesamten Unterstützungspakets wird auf rund 2,2 Milliarden Schwedische Kronen geschätzt, teilt das Schwedische Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung mit.

Die Regierung schlägt vor, dass Schweden Infanteriematerial in Form von beispielsweise Schutzwesten und Sturmgewehren spendet. Auch Gruppenausrüstung wie Geländefahrzeuge in Form von Vierrädern, Tragen, Nachtsichtgeräte und Nachtsichtferngläser sowie Winterausrüstung werden gespendet, so die Pressemitteilung.

Die Ukraine hat außerdem Material angefordert, das ihr bei der Kommunikation über größere Entfernungen hilft. Das vorgeschlagene Unterstützungspaket umfasst daher Ausrüstung für Satellitenkommunikation für Sprache, Video und Daten, schreibt das Schwedische Verteidigungsministerium.

Welches Modell von Schutzwesten, Sturmgewehren oder anderer Ausrüstung betroffen ist, wird nicht spezifiziert.

Mit dem vierzehnten Militärhilfepaket wird Schweden Material im Gesamtwert von rund 22,2 Milliarden Schwedischen Kronen gespendet haben, so das Schwedische Verteidigungsministerium.

Während der Pressekonferenz berichtete der Verteidigungsminister, dass die Orientierungsausbildung, die ukrainische Piloten und Bodenpersonal am Gripen-System absolviert haben, nun abgeschlossen ist. Er fuhr fort zu erläutern, dass die Regierung die Schwedischen Streitkräfte und die FMV beauftragt hat, die Voraussetzungen für eine mögliche Unterstützung der Ukraine mit Kampfflugzeugen zu analysieren.

In der Berichterstattung sollen unter anderem die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit, den Verteidigungshaushalt sowie weitere Verteidigungsaktivitäten und Planungen berücksichtigt werden. Dies kann auf verschiedene Weisen erfolgen: durch Unterstützung der F-16-Koalition, die unter anderem mit Dänemark und den Niederlanden gebildet wurde, oder durch die direkte Schenkung oder den Export des Gripen an die Ukraine. Der Auftrag soll am 6. November vorgelegt werden, wenn der Oberbefehlshaber (Överbefälhavare) seinen militärischen Rat abgibt.