Die Regierung hat nun Entscheidungen in sämtlichen Umweltgenehmigungsangelegenheiten getroffen, die die Übungsplätze, Schießfelder und Flugplätze der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) betreffen. Mehrere der Angelegenheiten lagen über ein Jahrzehnt auf Eis. Laut Verteidigungsminister Pål Jonson (M) ermöglichen die Entscheidungen den Schwedischen Streitkräften nun bessere Voraussetzungen für die Durchführung scharfer Übungsaktivitäten an mehr Standorten.

In einem gemeinsamen Debattenbeitrag in Expressen schreiben Verteidigungsminister Pål Jonson (M) und Klima- und Umweltministerin Romina Pourmokhtari (L), dass alte Genehmigungsverfahren nicht an die heutige sicherheitspolitische Lage angepasst gewesen seien. Die Entscheidungen umfassen unter anderem Schießübungen mit Hubschraubern und Flugzeugen gegen Bodenziele bei Karlsborg (Zentralschweden), was zuvor erforderte, dass Verbände bis nach Luleå (Nordschweden) fliegen mussten.

Für das Schießfeld Veckholm in der Gemeinde Enköping (Mittelschweden) hat die Regierung entschieden, dass die Schwedischen Streitkräfte bis zu 160 Tage pro Jahr üben dürfen. Bisher lag die durchschnittliche Anzahl der Schießtage bei 34 pro Jahr. Nach Angaben der Regierung wartete die betreffende Angelegenheit rund zwölf Jahre auf eine Entscheidung.

Die Regierung hat außerdem eine verstärkte Nutzung von Drohnen im Rahmen der Übungsaktivitäten ermöglicht.

Gleichzeitig tritt eine neue Verordnung vom Januar 2025 in Kraft, die Genehmigungsverfahren von mehreren Jahren auf sechs bis zwölf Wochen verkürzt. Die Schwedischen Streitkräfte haben nun die Möglichkeit, die neuen Regelungen anzuwenden, um ihre Übungsaktivitäten auszuweiten.

– Die Regierung hat nun Entscheidungen zu allen ausstehenden Umweltgenehmigungen getroffen. Zusammenfassend ermöglichen diese Entscheidungen umfangreichere und vertieftere Übungsaktivitäten, was wiederum unsere Verteidigungsfähigkeit stärkt, schreibt Pål Jonson in einem Beitrag auf X.