Während der Übung Bold Quest 2026 in Michigan übermittelte Norwegen Zieldaten von einem norwegisch entwickelten Valkyrie-Drohnenschwarm an eine US-amerikanische HIMARS-Einheit, teilten die norwegischen Streitkräfte (Forsvaret) am 5. Oktober mit. Die Übertragungskette durchlief dabei in Echtzeit mehrere nationale Netzwerke und Geheimhaltungsstufen.

Die Daten wurden von Michigan zunächst nach Norwegen übermittelt. Von dort liefen sie durch das Feuerunterstützungssystem eines weiteren Landes zurück in die USA. Britische Streitkräfte übergaben den finalen Feuerauftrag an die amerikanische HIMARS-Einheit. Der Test war simuliert und erfolgte ohne scharfe Munition.

"Es ist uns gelungen, die gesamte Verbindung von der norwegischen Drohne bis zum HIMARS-System zu testen", sagte Oda Motrøen-Sevilhaug, die den norwegischen Beitrag leitete.

Sie erklärte, das Ergebnis habe bestätigt, dass das Konzept funktioniere. Norwegen setzte zudem ein automatisiertes Programm ein, um Sensoren und Wirkmittel in Echtzeit zu steuern.

Bold Quest ist eine vom US Joint Staff geleitete Test- und Erprobungsveranstaltung. In diesem Jahr fand sie im Ausbildungszentrum der Air National Guard in Alpena sowie auf dem Übungsgelände Grayling statt. Rund 1.300 Teilnehmende aus 19 NATO- und Partnerstaaten nahmen teil. Norwegen entsandte etwa 50 Personen, darunter 23 Angehörige der Cyberverteidigungstruppe (Cyberforsvaret).

"Das Wichtigste ist, dass wir die Schwachstellen identifizieren", sagte Motrøen-Sevilhaug.