Norwegen stärkt seine Artilleriekapazitäten im Norden durch die Bestellung von 24 neuen K9 Vidar Artilleriegeschützen beim südkoreanischen Rüstungsunternehmen Hanwha Aerospace. Der Vertrag, der am 19. September in Oslo unterzeichnet wurde, ist Teil des Aufbaus des neuen Artilleriebataillons der Finnmark-Brigade (Finnmarksbrigaden).
– Dies ist ein wichtiger Meilenstein beim Aufbau des Artilleriebataillons der Finnmark-Brigade. Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, dass Artillerie in einer modernen Armee entscheidend ist, und die Stärkung dieser Kapazität im Norden ist angesichts der heutigen sicherheitspolitischen Lage von besonderer Bedeutung, sagt Verteidigungsminister Tore O. Sandvik.
Mit geplanten Lieferungen bis Ende 2027 werden die neuen Systeme 2028 an die Armee übergeben. Der Zuwachs bedeutet, dass Norwegens Flotte an K9 Vidar auf insgesamt 52 Geschütze anwächst. Norwegen hatte zuvor bereits 28 K9-Geschütze und 14 Munitionsfahrzeuge vom Typ K10 von Hanwha erworben, die die älteren M109-Fahrzeuge ersetzt haben, welche an die Ukraine gespendet wurden.
– Wir haben effiziente Prozesse und eine gute Zusammenarbeit mit Hanwha gepflegt. Dadurch kann die Lieferung der zusätzlichen Systeme bereits 2027 erfolgen, was die operative Einsatzfähigkeit der Streitkräfte stärkt, sagt Gro Jære, Direktorin der norwegischen Beschaffungsbehörde Forsvarsmateriell.
Laut Armeechef Lars Lervik wird die Beschaffung die Feuerkraft der Brigade und der Armee erheblich steigern, während Hanwhas Vorstandsvorsitzender Son Jaeil betont, dass der Vertrag die Rolle des Unternehmens als strategischer Partner in den nordischen Ländern und Europa festigt.

