Mehr Möglichkeiten zur Fernarbeit, finanzielle Zulagen im Norden und vereinfachte Regelwerke gehören zu den Maßnahmen, die nun für Beschäftigte der norwegischen Streitkräfte eingeführt werden.
Laut den norwegischen Streitkräften (Forsvaret) arbeitet der Verteidigungsstab daran, die Arbeitsbedingungen durch mehr Flexibilität, klarere Vereinbarungen und neue finanzielle Anreize zu verbessern. Die Initiative ist Teil des laufenden Lohn- und Anreizprojekts, das sich nun im zweiten Jahr befindet.
– Wir ergreifen jetzt Maßnahmen, damit Sie als Beschäftigte bessere Rahmenbedingungen, mehr Planungssicherheit und stärkere Anreize erfahren, im Dienst zu bleiben, sagt HR-Direktorin Cecilie Heuch in der Pressemitteilung.
Das Projekt konzentriert sich auf drei Bereiche: Arbeitszeit und Vergütung, Regelwerke und Verwaltung sowie geografische Mobilität.
Seit September haben rund 2.600 Beschäftigte in Nordnorwegen eine besondere monatliche Zulage erhalten, und die Anzahl der verfügbaren Fernzugriffsclients wurde auf etwa 3.500 erhöht. Laut Plan soll diese Zahl zum Jahreswechsel auf 4.300 steigen. Gleichzeitig werden ein Festgehaltsmodell und ein längerer Planungshorizont beim Heer, der Marine und der Luftwaffe erprobt.
Die Regelwerke werden in Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmerorganisationen vereinfacht. Bislang wurden 81 verschiedene Vereinbarungen überprüft, mit dem Ziel, veraltete Dokumente zu streichen und die Vergütungsvereinbarungen neu zu verhandeln.
Die Regierung hat zudem eine Reduzierung der Studienkredite für Beschäftigte vorgeschlagen, die in bestimmten nördlichen Gemeinden Dienst leisten. Für Finnmark (Nordnorwegen, an der Grenze zu Russland) wird ein Abzug von 60.000 norwegischen Kronen pro Jahr vorgeschlagen, für die Gemeinden Andøy, Evenes, Tjeldsund und Dovre jeweils 25.000 Kronen.

