Das norwegische Minedykkerkommandoen (MDK, Minenräumtaucherkommando) führt vom 1. bis 12. Juni die Übung Counter Sabotage im Raum Bergen (Westnorwegen) durch. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Rahmen der Gesamtverteidigung zu stärken und den Umgang mit Sprengstoffbedrohungen zu Lande und zur See zu üben.
Laut den norwegischen Streitkräften (Forsvaret) findet der Hauptteil der Übung zwischen dem 4. und 10. Juni statt. In diesem Zeitraum arbeitet das MDK mit zivilen Akteuren, der Polizei sowie dem Gesundheits- und Pflegewesen zusammen. Auch Kampfschwimmer der schwedischen Marine nehmen an der Übung teil.
„2026 ist das Jahr der Gesamtverteidigung. Die diesjährige Übung legt daher weiterhin einen starken Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren. In Friedenszeiten, in Krisen und im Krieg sind wir auf eine gute Zusammenarbeit und Koordination angewiesen. Deshalb ist es wichtig, dass wir gemeinsam üben, um kritische Infrastruktur zu schützen. Die Beteiligung Schwedens ermöglicht einen vertieften Einblick und Erfahrungsaustausch über gegenseitige Herausforderungen und fördert eine gute Zusammenarbeit", sagt der Kommandeur des Minedykkerkommandoen, Fregattenkapitän Christian Couillault, in einer Pressemitteilung.
Die Szenarien basieren auf dem aktuellen Bedrohungsbild, wie es vom norwegischen Inlandsgeheimdienst PST (Politiets sikkerhetstjeneste) und dem militärischen Nachrichtendienst beschrieben wird, sowie auf Erfahrungen aus realen Ereignissen. Der Schwerpunkt liegt auf der Bewältigung von Situationen, in denen Sprengstoffbedrohungen gegen kritische Infrastruktur gerichtet sein könnten. Laut Forsvaret werden die Erkenntnisse aus der Übung dazu beitragen, die Bereitschaft und die Fähigkeit zur Bewältigung von Sprengstoffbedrohungen zu stärken.