Die schwedische Behörde für Wehrpflicht und Musterung (Plikt- och prövningsverket) hat ein neues Musterungsbüro in Umeå (Nordschweden) eröffnet. Die Neueinrichtung erhöht die Kapazität der Behörde von rund 53.000 auf 63.000 Musterungen und Eignungsprüfungen pro Jahr und ist Teil der Bemühungen, dem wachsenden Personalbedarf der Gesamtverteidigung gerecht zu werden.
Das neue Büro wurde am 2. September von Verteidigungsminister Pål Jonson und dem Generaldirektor der Behörde für Wehrpflicht und Musterung, Peter Göthe, eingeweiht, wie die Behörde in einer Pressemitteilung schreibt. Das Büro soll vor allem Jugendliche aus den Regionen Norrbotten, Västerbotten, Jämtland, Västernorrland und Gävleborg empfangen.
„Das neue Büro in Umeå wird die Kapazität der Behörde langfristig um etwa 10.000 Eignungsprüfungen und Musterungen jährlich erhöhen. Das ist ein wichtiger Beitrag für die kommenden Jahre, in denen sowohl die militärische als auch die zivile Verteidigung wachsen sollen", sagt Peter Göthe in der Pressemitteilung.
In einem Beitrag auf X schreibt Pål Jonson, dass für 2027/28 fast 10.000 Wehrpflichtige ausgehoben werden sollen und dass zwischen 2032 und 2035 jährlich etwa 12.000 ausgebildet werden sollten. Laut Jonson verbessert dies die Voraussetzungen, um die Kriegsorganisation von 88.000 Personen im Jahr 2025 auf rund 130.000 im Jahr 2035 zu erhöhen.
Ab nächstem Jahr soll das Büro in Umeå auch Eignungsprüfungen unter anderem für Bewerber der Polizeiausbildung und des Offiziersprogramms an der schwedischen Verteidigungshochschule (Försvarshögskolan) durchführen. Die Behörde für Wehrpflicht und Musterung führt zudem Tests für andere Behörden innerhalb der Gesamtverteidigung durch.

