In einer Pressemitteilung gibt das dänische Verteidigungskommando (Forsvarskommandoen) bekannt, dass die Eskadrille 729 innerhalb der dänischen Luftwaffe aufgestellt wurde. Der Auftrag des Verbandes ist der Betrieb von vier neuen ferngesteuerten Langstreckendrohnen des Typs MQ-9B, um Dänemarks Fähigkeit zur Überwachung nationaler Interessen in der Arktis, im Nordatlantik und in der Ostsee zu stärken.
Die Eskadrille 729 wird organisatorisch dem Air Transport Wing unterstellt und wird auf dem Luftwaffenstützpunkt Aalborg (Norddänemark) stationiert sein. Die Initiative ist eine Antwort auf einen seit Langem bestehenden Bedarf an verbesserter Aufklärungs- und Überwachungskapazität, so das dänische Verteidigungskommando.
– Es gab seit Langem den Wunsch, dass die dänischen Streitkräfte über bessere Möglichkeiten zur Überwachung und Aufklärung in der Arktis und auf Grönland verfügen sollen. Die Eskadrille 729 und die neuen Langstreckenfluggeräte sind ein Teil der Antwort darauf, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Drohnen sollen nicht ausschließlich für militärische Aufgaben eingesetzt werden, sondern auch Umweltüberwachung, Such- und Rettungseinsätze sowie Nachrichtendienstarbeit unterstützen können. Die Fluggeräte sind in der Luft unbemannt, werden jedoch kontinuierlich von Piloten aus bodengestützten Cockpits gesteuert und fliegen im selben Luftraum wie der zivile und militärische Flugverkehr.
Für das neue Geschwader werden rund 100 Piloten, Techniker und Spezialisten benötigt. Die Drohnen sind vom Typ MQ-9B SeaGuardian und werden von General Atomics Aeronautical Systems hergestellt. Sie können bis zu 24 Stunden ununterbrochen in der Luft bleiben, weshalb die Besatzungen während des Fluges rotieren.
– Dies erfordert, dass zwei Besatzungsgruppen ihre Plätze im Cockpit etwa alle zwei Stunden über einen Zeitraum von 10–12 Stunden wechseln, bevor sie von einer neuen Besatzungsgruppe abgelöst werden, die das Fluggerät übernimmt, während es sich noch in der Luft befindet, heißt es in der Pressemitteilung.
Der Name Eskadrille 729 hat auch historische Wurzeln. Eine frühere Einheit mit derselben Bezeichnung war zwischen 1955 und 1993 aktiv und spielte eine wichtige Rolle in der Fotoaufklärung, unter anderem während der Kubakrise.
Die neuen Drohnen sollen ab 2028 ausgeliefert werden.

