Ein neuer Bericht der Behörde für Gesamtverteidigungsanalyse (MTFA – Myndigheten för totalförsvarsanalys) untersucht, wie staatliche Forschungsfinanzierung Schwedens Gesamtverteidigung beeinflusst. Die Analyse, die den Zeitraum 2014–2024 abdeckt, weist darauf hin, dass Mittel häufig zivile Bereitschaftssektoren verfehlen, und fordert eine klarere Steuerung.
– Forschung ist eine langfristige Investition in unsere Sicherheit. Durch die systematische Analyse der Verteilung der Forschungsfinanzierung können wir Bereiche identifizieren, in denen wir die Forschungsfinanzierung stärken sollten, um unsere Fähigkeit zur Bewältigung künftiger Bedrohungen auszubauen, sagt Andreas Björke, Berichtsautor und Analyst bei der MTFA, in einem Statement der Behörde.
Der Bericht „Forschung und Innovation in der Gesamtverteidigung" kartiert, wie Behörden zur Forschung beigetragen haben, die sowohl für militärische als auch für zivile Bereiche relevant ist. Die Behörde stellt fest, dass andere Akteure als die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) eine wichtige Rolle bei der Finanzierung spielen, die Verteilung jedoch ungleichmäßig ist. Ein Großteil der zivilen Forschungsfinanzierung ist in Maßnahmen im Bereich Cybersicherheit sowie in die Technologieentwicklung mit militärischen Anwendungen geflossen.
Gleichzeitig stellt die MTFA fest, dass die Finanzierung nicht alle Bereitschaftssektoren oder gesellschaftlich wichtigen Tätigkeiten erreicht hat. Laut dem Bericht müssen forschungsfinanzierende Behörden die Anforderungen der Bereitschaftsverordnung berücksichtigen, um sicherzustellen, dass ihre Tätigkeit die Gesamtverteidigung unterstützt.
Eine zentrale Schlussfolgerung ist, dass den Behörden ein ausreichendes Verständnis für die Bedürfnisse der Gesamtverteidigung fehlt. Um diesem Mangel zu begegnen, schlägt die MTFA eine klarere Aufgabenverteilung sowie ein gesteigertes Bewusstsein durch bessere Leitlinien vor. Darüber hinaus besteht ein Bedarf an verstärkter Zusammenarbeit zwischen Geldgebern und anderen Akteuren innerhalb des Sektors.
– Es bestehen gewisse Unklarheiten darüber, wie die Forschungsfinanzierung an die Anforderungen der Gesamtverteidigung angepasst werden soll. Durch klarere Verantwortlichkeiten und eine bessere Koordinierung können wir den Nutzen der Forschung maximieren, sagt Andreas Björke.

