Als Islands Präsidentin Halla Tómasdóttir Schweden vom 6. bis 8. Mai besuchte, umfasste das Programm mehrere verteidigungsbezogene Punkte. Obwohl der Staatsbesuch auf Einladung S.M. des Königs stattfand, traf Präsidentin Tómasdóttir auch Ministerpräsident Ulf Kristersson (M) zu bilateralen Gesprächen im Rosenbad (Sitz der schwedischen Regierung in Stockholm), gefolgt von einer gemeinsamen Pressekonferenz. Laut einer Pressemitteilung der Regierungskanzlei betrafen die Gespräche die Unterstützung der Ukraine, Resilienz und den Ausbau des Handelsaustauschs.

Später am selben Tag besuchten die Staatsoberhäupter das Schiff KBV 313 der schwedischen Küstenwache (Kustbevakningen), wo die Behörde ihre Seeüberwachungskapazitäten vorführte. Daran nahmen unter anderem Außenministerin Maria Malmer Stenergard (M), Minister für Zivilverteidigung Carl-Oskar Bohlin (M) sowie die Generaldirektorin der Küstenwache, Lena Lindgren Schelin, teil.

Am zweiten Tag des Staatsbesuchs nahmen das Präsidentenpaar und das Königspaar gemeinsam an einem Programm des Cybercampus Sverige an der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm teil. Auf der Agenda standen ein Podiumsgespräch über Cybersicherheit mit Vertretern aus Wissenschaft, Behörden und Wirtschaft sowie eine Demonstration praktischer Cyberangriffe.

Früher am heutigen Tag traf Islands Außenministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir die schwedischen Minister Pål Jonson (M) und Carl-Oskar Bohlin. Laut einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums unterzeichneten die Parteien dabei eine Erklärung über eine vertiefte Verteidigungskooperation zwischen Schweden und Island. Das neue Abkommen, das eine frühere Erklärung aus dem Jahr 2021 ersetzt, umfasst unter anderem die Unterstützung der Ukraine, die nordisch-baltische Zusammenarbeit sowie die Gesamtverteidigung (Totalförsvar – das schwedische Konzept der umfassenden zivilen und militärischen Verteidigungsbereitschaft).