Die schwedische Regierung setzt eine neue Untersuchungskommission ein, um die Vorlaufzeiten beim Bau militärischer Liegenschaften zu verkürzen. Ziel ist es, bürokratische Hürden abzubauen und die Gesamtverteidigung (Totalförsvar) schneller zu stärken. Der Auftrag soll im Februar 2027 vorgelegt werden.
– Der Ausbau der Streitkräfte muss schneller vorangehen. In manchen Fällen kann es bis zu einem Jahrzehnt dauern, bis Regimenter und Anlagen einsatzbereit sind. Das ist in diesen ernsten Zeiten völlig inakzeptabel, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson im Kommuniqué der Regierung.
Er betont, dass Regulierungsvereinfachungen erforderlich sind, damit Schweden der Bedrohung durch Russland wirksam begegnen kann. Die neue Untersuchungskommission erhält den Auftrag, zu analysieren, welche Aspekte der Planungs- und Bauprozesse zu Verzögerungen führen.
Der Untersuchungsbeauftragte soll unter anderem prüfen, ob ein vereinfachter und einheitlicher Standard für Baugenehmigungsinformationen von den Kommunen des Landes bei typischen Militärgebäuden angewendet werden kann.
– In der gegenwärtigen Sicherheitslage ist es eine der Hauptprioritäten der Regierung, militärische Fähigkeiten schnell aufzubauen – sowohl personell als auch materiell, sagt Infrastruktur- und Wohnungsbauminister Andreas Carlson.
Er stellt fest, dass eine funktionierende Infrastruktur eine grundlegende Voraussetzung für den Betrieb der militärischen Verteidigung ist. Die Untersuchungskommission soll spätestens am 28. Februar 2027 Bericht erstatten.


