Die schwedische Regierung hat ein neues militärisches Unterstützungspaket für die Ukraine beschlossen – das zwanzigste seiner Art – im Wert von rund 9,2 Milliarden schwedischen Kronen (ca. 800 Millionen Euro). Das Paket soll unter anderem die Artillerie-, Marine- und Luftverteidigungsfähigkeiten der Ukraine stärken.
– Schweden erhöht nun die militärische Unterstützung für die Ukraine, um den Druck auf Russland zu verstärken. Mehr Archer-Haubitzen, Drohnen und zusätzliche Munition werden auf dem Schlachtfeld von Nutzen sein. Europas Recht auf Frieden und Freiheit muss verteidigt werden, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson (M) in einer Pressemitteilung der Regierung.
Das Paket umfasst vier Bereiche. Für Artillerie und Weitreichfähigkeit werden 18 Archer-Panzerhaubitzen, Artilleriemunition sowie weitreichende Drohnen beschafft. Der marine Teil enthält unter anderem Küstenradarsysteme, Versorgungsfähren mit Granatwerfern, Tauchkammern und Kranfahrzeuge. Für Luftverteidigung und Weltraum werden Munition, Sensoren und Führungssysteme für das bereits gespendete schwedische Luftabwehrsystem Tridon beschafft, sowie Ausrüstung für den Flugplatzbetrieb und Sensoren zur Erkennung von Drohnen und Raketen. Darüber hinaus sind Investitionen in den Zivilschutz sowie Dienstleistungen über die Schwedische Behörde für Verteidigungsforschung (FOI – Totalförsvarets forskningsinstitut) und die Schwedische Verteidigungshochschule vorgesehen. Laut Regierung liegt der Schwerpunkt auf der Beschaffung neu produzierter Ausrüstung, da die Möglichkeiten der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten), vorhandene Systeme abzugeben, gesunken sind. Das Unterstützungspaket soll vorrangig durch Käufe bei der schwedischen Verteidigungsindustrie finanziert werden. Im Haushaltsplan für 2026 wird zudem eine Aufstockung der militärischen Unterstützung vorgeschlagen, mit einem Rahmen von 40 Milliarden Kronen pro Jahr für 2026 und 2027. Für zivile Hilfe schlägt die Regierung vor, mindestens 10 Milliarden Kronen pro Jahr in den Jahren 2026 und 2027 sowie 10,5 Milliarden Kronen im Jahr 2028 bereitzustellen. Die Vorschläge basieren auf einer Vereinbarung zwischen der Regierung und den Schwedendemokraten.

