Die schwedische Regierung hat Göran Mårtensson zum neuen schwedischen Rüstungsdirektor, National Armaments Director (NAD), ernannt. Mårtensson tritt das Amt am 1. Dezember 2025 an, wenn die Rolle vom Schwedischen Amt für Verteidigungsmaterial (FMV) in das Verteidigungsministerium überführt wird.

Laut dem Verteidigungsministerium verändert sich der Auftrag im Zuge der schwedischen NATO-Mitgliedschaft und der verschlechterten sicherheitspolitischen Lage. Die Regierung begründet die Verlagerung mit dem Bedarf an verstärkter Steuerung und besserer Koordinierung in Fragen der Rüstungsmaterialien und des Rüstungsexports.

– Göran Mårtenssons fundierte Erfahrung im Bereich Verteidigung und Rüstungsmaterial sowie seine frühere Tätigkeit als Rüstungsdirektor bieten gute Voraussetzungen, um Schwedens Position in diesem Bereich zu stärken, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson (M).

Die Rolle des Rüstungsdirektors erhält eine deutlichere strategische und sicherheitspolitische Ausrichtung und wird nun vom Amt des Generaldirektors der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) getrennt. Der Direktor wird Schweden sowohl in bilateralen als auch in multilateralen Formaten vertreten und bleibt Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) im Format der nationalen Rüstungsdirektoren.

Gleichzeitig wird ein Verteidigungsmaterialrat unter dem Verteidigungsministerium eingerichtet. Der Rat soll als Forum für Dialog und Informationsaustausch über Rüstungsmaterial im Rahmen unter anderem der NATO, der EDA und der Nordischen Verteidigungskooperation (NORDEFCO) dienen. Der Rüstungsdirektor wird den Vorsitz des Rates übernehmen, der bis auf Weiteres eingerichtet wird.