Das Totalförsvarets forskningsinstitut (FOI, Schwedische Behörde für Verteidigungsforschung) veröffentlichte am 8. Juni 2026 einen Bericht, der zeigt, dass virtuelle Realität (VR) und generative KI die Leistung und die mentale Widerstandsfähigkeit von Soldaten im Training steigern können.

Wie das FOI mitteilt, verglich die Forschung Kadetten, die in virtuellen Schiffssimulatoren trainierten, mit Kadetten, die in realen Umgebungen übten. Die Forscherin Britta Levin stellt in dem Bericht fest: "Die Kadetten zeigten in beiden Trainingsformen eine ähnliche physiologische Aktivierung", was laut FOI darauf hindeutet, dass VR-Training Stressniveaus erzeugen kann, die mit realen operativen Bedingungen vergleichbar sind.

In einer im Bericht enthaltenen Polizeistudie zeigten Polizisten, die mit VR auf einen Konzerteinsatz vorbereitet wurden, eine verbesserte Navigationsfähigkeit und eine schnellere Stresserholung im Vergleich zu jenen, die mit Papierkarten trainierten. Das FOI gibt an, dass die Polizisten "weniger Richtungswechsel vornahmen und geradlinigere Routen gingen".

Das FOI hebt mehrere Vorteile von VR gegenüber traditionellem Training hervor: systematische Stressinduktion in kontrollierten Umgebungen, geringerer Bedarf an physischem Raum sowie die Möglichkeit objektiver Messung. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass generative KI in Trainingskontexten eingesetzt werden kann. Die Forscherin Katariina Blom gibt an, dass die Technologie "Szenarien für unterschiedliche Trainingsformen erstellen und Instruktionsvideos in realistischen Umgebungen und Handlungsabläufen produzieren" könne.

Das FOI stellt fest, dass weiterhin Herausforderungen hinsichtlich Videolänge und Realismus bestehen, insbesondere wenn militärspezifische Trainingsdaten begrenzt verfügbar sind. Die Kombination traditioneller Übungen mit KI-gestütztem Training kann laut dem Bericht eine flexiblere und kosteneffizientere Ausbildung ermöglichen.