Forscher der Schwedischen Verteidigungsforschungsanstalt (FOI) untersuchen, wie eine flexiblere Nutzung von Frequenzen die Funkkommunikation der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) verbessern kann. Um dem gestiegenen Kommunikationsbedarf und der begrenzten Spektrumverfügbarkeit zu begegnen, können neue Lösungen dazu beitragen, den Nutzen zugewiesener Frequenzen zu maximieren, schreibt die Behörde in einer Pressemitteilung.

In einem Bericht des Totalförsvarets forskningsinstitut (FOI) – der Schwedischen Verteidigungsforschungsanstalt – beschreiben Patrik Eliardsson und seine Forscherkollegen Erik Axell, Kristoffer Hägglund und Gunnar Bark, wie eine flexible Frequenznutzung bedeuten kann, dass die Schwedischen Streitkräfte häufiger die Frequenz wechseln und ihr Funksystem anpassen, anstatt auf derselben Frequenz zu verbleiben.

– Der Sender muss eine Frequenz wählen, die nicht belegt ist. Dabei kommt es darauf an, dass Techniken vorhanden sind, um eine freie Frequenz zu finden, und dass die Empfänger ebenfalls auf dieser Frequenz mithören, sagt Patrik Eliardsson, der Forschungsleiter in der Abteilung Elektronische Kriegsführung des FOI in Linköping (Südostschweden) ist.

Während die zivile Technik bereits ähnliche Systeme einsetzt, müssen die militärischen Systeme an besondere Anforderungen angepasst werden, etwa die Sicherstellung des Zugangs zum richtigen Spektrum unter kritischen Bedingungen sowie die Robustheit gegenüber Störungen.

– In militärischen Systemen gibt es jedoch selten eine feste Infrastruktur, sondern mobile Einheiten, die sich bewegen und ein Funknetz bilden sollen. Eine zentralisierte Lösung eignet sich dafür weniger gut, sagt Patrik Eliardsson.

Die Forscher betonen, dass ein verstärkter Einsatz von maschinellem Lernen dazu beitragen kann, die Frequenzzuweisung zu verbessern und das Konfliktrisiko zwischen Nutzern im selben Spektrum zu verringern. Multifunktionssysteme, die mehrere Aufgaben mit derselben Hardware ausführen können, sind eine Technologie, von der die Forscher glauben, dass sie für die Schwedischen Streitkräfte künftig von Interesse sein könnte.