Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk) hat einen siebenjährigen Rahmenvertrag mit Junghans Microtech GmbH über die Lieferung von Zündern für das Artilleriesystem Archer abgeschlossen. Ziel ist es, die langfristige Versorgung mit einer kritischen Komponente der Artilleriemunition sicherzustellen.

Zünder steuern, wann und wie Artilleriegranaten detonieren, und sind eine technisch hochentwickelte Komponente, die laut FMV seit der russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022 international knapp ist.

– Durch unseren Rahmenvertrag mit Junghans sichern wir erhöhte Zünderlieferungen sowohl jetzt als auch für mehrere Jahre in der Zukunft. Mit dem Vertrag stärkt die FMV die Versorgungssicherheit bei Munition, sagt Mattias Lindén, Projektleiter bei der FMV.

Dem Vertrag ging eine gemeinsame Arbeit zwischen der FMV und der deutschen Beschaffungsbehörde Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) voraus.

Laut der Fachzeitschrift Europäische Sicherheit & Technik (ES&T) schloss das BAAINBw einen zehnjährigen Rahmenvertrag mit Junghans Microtech ab, der bis zu 180.000 Zünder für 155-mm-Artilleriemunition umfasst, mit der Möglichkeit einer Erweiterung auf 270.000 Einheiten. Die anfängliche Bestellung umfasste 20.000 Einheiten im Wert von 10,5 Millionen Euro, innerhalb eines Rahmenvertrags mit einem Gesamtvolumen von 97,5 Millionen Euro.