Finnland hat die Führung in der neuen europäischen Kooperation Naval Mines Cooperation (NMC) übernommen, in der sich nun zehn Länder auf eine Vertiefung der Zusammenarbeit bei Seeminensystemen geeinigt haben. Eine Rahmenvereinbarung wurde unterzeichnet, und ein gemeinsamer Kauf der finnischen Grundmine Blocker wird vorbereitet.

Laut einer Pressemitteilung der finnischen Regierung soll die Zusammenarbeit Bereiche wie gemeinsame Beschaffungen, Logistik, Übungen, Ausbildung und die Entwicklung neuer Waffensysteme umfassen. Neben Finnland nehmen Belgien, Dänemark, Estland, Deutschland, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen und Schweden teil.

– Wir haben erkannt, dass wir durch die Weitergabe unseres Fachwissens die Verteidigung insbesondere in der Ostseeregion stärken. Die Zusammenarbeit ist auch im Hinblick auf die nationale Verteidigung gerechtfertigt, sagt Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen in der Pressemitteilung.

Aus der Pressemitteilung der norwegischen Regierung geht hervor, dass Norwegen im Rahmen der Zusammenarbeit sowohl Übungsminen als auch eine begrenzte Anzahl operativer Minen beschaffen wird. Eine weitergehende Beschaffung von Verankerungsminen ist im nächsten Schritt geplant.

– Die Zusammenarbeit bei Seeminen ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der maritimen Verteidigung im Nordatlantik und zeigt, wie entscheidend eine enge Zusammenarbeit zwischen Nachbarländern und Verbündeten in der heutigen Sicherheitslage ist, sagt Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik in der Pressemitteilung.

Die Beschaffung der Blocker-Mine wird von Finnland gemeinsam mit Dänemark, Deutschland, Litauen und Norwegen geleitet. Das Produkt wird vom finnischen Rüstungsunternehmen Forcit Defence hergestellt. Laut dem Unternehmen ist der Blocker eine Grundmine mit Zielsuchsystem und einer Sprengwirkung von über 1.000 kg TNT-Äquivalent.