Die EU-Verteidigungsminister trafen sich vorgestern, am 14. November, in Brüssel. Laut einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums stand die militärische Unterstützung der Mitgliedstaaten und der Union für die Ukraine im Mittelpunkt der Gespräche. Im Laufe des Tages wurden auch die ESG-Anforderungen an die Rüstungsindustrie erörtert.

Schweden wurde von Verteidigungsminister Pål Jonson vertreten, der die Notwendigkeit langfristiger und konkreter Maßnahmen zur Erfüllung der EU-Ziele betonte.

– Langfristige und konkrete Maßnahmen sind von zentraler Bedeutung für die militärische Unterstützung der EU für die Ukraine. Schweden arbeitet intensiv daran, zu den ehrgeizigen Zielen der EU beizutragen, und wir haben kürzlich gemeinsam mit Norwegen und Dänemark eine gemeinsame Beschaffung von Artilleriemunition im Wert von rund 50 Millionen Euro eingeleitet. Es ist wichtig, die Kapazitäten der europäischen Verteidigungsindustrie weiter zu stärken, erklärt Verteidigungsminister Pål Jonson in der Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums.

Im Oktober schlossen Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen eine Vereinbarung über die gemeinsame Beschaffung von Munition zur Unterstützung der Ukraine. Schweden, Dänemark und Norwegen erteilten einen ersten gemeinsamen Auftrag für Artilleriemunition im Wert von 604 Millionen schwedischen Kronen, wobei der erste Abruf einen Wert von 300 Millionen umfasste, worüber Försvarssektorn Nyheter bereits berichtet hat.

Die EU-Verteidigungsminister hielten zudem ein informelles sogenanntes 'Arbeitsfrühstück' mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ab und erörterten die Resilienz kritischer Infrastruktur sowie die Fähigkeit der EU und der NATO, auf diese neuen Bedrohungen zu reagieren – vor dem Hintergrund der Ereignisse im Ostseeraum.

Darüber hinaus fand ein Treffen im Rahmen des Lenkungsausschusses der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) statt. Während des Treffens verabschiedeten die Minister eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung des Zugangs der Verteidigungsindustrie zu Kapital, über die Sie hier mehr lesen können.