Dänemark und die Ukraine haben ein Abkommen über eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung, Technologie und Innovation unterzeichnet. Laut dem dänischen Verteidigungsministerium soll das Abkommen die Kooperation zwischen den Streitkräften und Verteidigungsindustrien beider Länder stärken sowie den Weg für eine gemeinsame Entwicklung und Produktion von Verteidigungsmaterial ebnen.
Einem Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums zufolge eröffnet das Abkommen der ukrainischen Verteidigungsindustrie die Möglichkeit, kosteneffiziente und hochtechnologische Fähigkeiten an Dänemark zu liefern. Die Parteien sollen zudem daran arbeiten, bestehende Hindernisse zu beseitigen, die die Beschaffung ukrainischer Technologie und Ausrüstung durch die dänischen Streitkräfte derzeit erschweren.
"Mit dem Abkommen wird der ukrainischen Verteidigungsindustrie die Möglichkeit eröffnet, kosteneffiziente und hochtechnologische Fähigkeiten nach Dänemark zu liefern. Gleichzeitig ermöglicht das Abkommen der Ukraine eine Zusammenarbeit mit dänischen und europäischen Unternehmen. Das stärkt die Kampfkraft sowohl Dänemarks als auch der Ukraine", sagt Dänemarks Verteidigungsminister Jeppe Bruus in der Pressemitteilung.
Laut dem dänischen Verteidigungsministerium legt das Abkommen auch die Grundlage für eine vertiefte rüstungsindustrielle und technologische Zusammenarbeit, unter anderem durch gemeinsame Entwicklung und Produktion zwischen dänischen und ukrainischen Unternehmen. Besonderes Augenmerk liegt auf Drohnen, Luft- und Raketenabwehr, künstlicher Intelligenz und elektronischer Kriegsführung. Das Abkommen soll zudem die Ansiedlung ukrainischer Verteidigungsunternehmen in Dänemark im Rahmen der Initiative Build with Ukraine erleichtern.
"Die Ukraine hat im Krieg Erfahrungen gesammelt, die kein Land erwerben möchte, von denen aber ganz Europa lernen muss. Mit diesem Abkommen unternehmen wir einen weiteren wichtigen Schritt und stärken die langfristige Verteidigungs- und Sicherheitskooperation", sagt Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen in der Pressemitteilung.
Nach der Unterzeichnung schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X, dass die Länder auch ein Drone Deal-Abkommen unterzeichnet hätten. Laut Selenskyj handelt es sich dabei um das neunte Abkommen dieser Art, das größere Möglichkeiten für gemeinsame Verteidigungsproduktion, Erfahrungsaustausch und Transparenz beim Waffenexport schaffen soll.
Selenskyj schreibt außerdem, dass er und Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen eine verstärkte Luftverteidigung, Lieferungen von Patriot-Raketen sowie eine gemeinsame europäische Arbeit zur Entwicklung von Fähigkeiten gegen ballistische Raketen erörtert haben.

