Ukrainisches medizinisches Personal von der Front befindet sich in Dänemark, um Erfahrungen vom modernen Schlachtfeld auszutauschen. Es handelt sich um einen Rehabilitations- und Wissensaustausch für rund 100 Ukrainer, der vom dänischen Verteidigungsministerium mit zwei Millionen Kronen unterstützt wird.
– Wir sind hier, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Die ukrainischen Sanitätssoldaten und das medizinische Personal von der Front haben unter extremen Bedingungen und bei komplexen Kriegsverletzungen erhebliche Erfahrungen gesammelt, und dieses Wissen ist wertvoll – auch für Dänemark, sagt Klaus Sørensen, Leiter des Zentrums für Gesundheits- und Sanitätsausbildung beim Sanitätskommando der dänischen Streitkräfte.
Laut einer Pressemitteilung der dänischen Streitkräfte (Forsvaret) treffen die Ukrainer auf rund 15 Kampfsanitäter der 2. Sanitätskompanie des Versorgungsregiments sowie auf Militärärzte. Das Treffen ist Teil eines längeren Aufenthalts von 10–14 Tagen für die ukrainischen Spezialisten.
Der Aufenthalt wird von der ukrainischen Organisation Repower in Zusammenarbeit mit der dänischen Organisation KOLO Nordic organisiert. Die Initiative verschafft dem Personal eine Auszeit von den Kämpfen, während gleichzeitig medizinische Erfahrungen und psychologische Instrumente ausgetauscht werden. NDS hat zuvor Repower in einer Artikelserie interviewt und darüber berichtet, als die Organisation Schweden besuchte.
Die dänischen Streitkräfte arbeiten seit 2024 mit Repower zusammen, um Erkenntnisse über moderne Kriegsführung und akute Kriegsmedizin zu gewinnen. Die ressortübergreifende Zusammenarbeit wird als wichtige Komponente zur Stärkung der operativen Einsatzbereitschaft und zur Entwicklung nationaler Fähigkeiten beschrieben.

