Dänemark verlängert seine militärische Präsenz in Lettland und verstärkt gleichzeitig seinen NATO-Beitrag um eine Infanteriekompanie. Die Entscheidung wurde auf Ersuchen Lettlands getroffen und soll den Übergang zwischen schwedischen und dänischen Streitkräften im Camp Valdemar sicherstellen.
Gemäß einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums soll eine Infanteriekompanie mit bis zu 170 Soldaten von Mitte Juli bis Mitte August in Lettland dienen. Anschließend übernimmt das bereits angekündigte dänische Kampfbataillon mit rund 850 Soldaten ab Mitte August die Verantwortung.
Die Regierung hat gleichzeitig beschlossen, den Einsatz des Bataillons bis zu seiner Ablösung zu verlängern, was voraussichtlich spätestens Mitte Januar 2027 erfolgen soll.
„Angesichts der ernsten Sicherheitslage prüft Dänemark fortlaufend die Möglichkeiten, unsere Unterstützung für Lettland zu stärken. Eine verstärkte Präsenz im Baltikum stärkt auch unsere eigene Sicherheit, und deshalb erweitern wir nun den Präsenzzeitraum im Camp Valdemar auf Ersuchen Lettlands", sagt der dänische Verteidigungsminister Jeppe Bruus.
Das dänische Bataillon löst das schwedische Bataillon ab, das seit Januar 2026 in Lettland stationiert war und seinen Einsatz Mitte Juni beendete.
„Durch die Entsendung einer Infanteriekompanie erweitern wir Dänemarks militärische Präsenz in Lettland. Wir stärken Dänemarks Beitrag und damit die kollektive Verteidigung der östlichen NATO-Flanke", sagt Dänemarks Verteidigungschef General Michael Wiggers Hyldgaard.

