Dänemark hat eine Anzahl von Drohnen des Herstellers UPTEKO an die kenianische Marine übergeben. Die Spende wird als Teil der dänischen Unterstützung im Kampf gegen die Terrororganisation Al-Shabaab beschrieben und soll die Fähigkeit zur Bekämpfung von Piraterie sowie Drogenschmuggel stärken.
Die Spende umfasst zwei verschiedene Arten von Drohnensystemen. Die eine Variante soll zur Sicherheitsüberwachung von Stützpunkten und festen Anlagen eingesetzt werden. Bei der anderen handelt es sich um eine kleinere taktische Drohne, die kenianische Spezialverbände bei der Patrouillierung in schwer zugänglichen Sumpf- und Mangrovengebieten nahe der Grenze zu Somalia unterstützen soll.
Über diese Grenzgebiete infiltriert Al-Shabaab Kenia, und dort kommt es dem Kommuniqué zufolge häufig zu Waffenschmuggel.
Nach Angaben der dänischen Streitkräfte (Forsvaret) wird das Interesse an Drohnenfähigkeiten durch die Entwicklungen in der Ukraine sowie durch die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die Schifffahrt im Roten Meer angetrieben. Es bestehe eine ausdrückliche Besorgnis über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen den Huthis und Al-Shabaab hinsichtlich des Austauschs von Waffentechnologie und Taktiken.
– Kenntnisse über den Einsatz von Drohnen sind eine Voraussetzung dafür, einer Bedrohung durch sie begegnen zu können. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir Kenia beim Einstieg in diese Entwicklung unterstützen, bei der die Kenya Navy sowohl Wissen als auch Kapazitäten zum taktischen Einsatz von Drohnen aufbaut, sagt Fregattenkapitän Kjeld Gaard-Frederiksen, Verbindungsoffizier bei der Kenya Navy.
– Die Zusammenarbeit mit der kenianischen Marine gibt UPTEKO ein praxisnahes, operatives Feedback zu unseren Systemen. Das ermöglicht es uns, sowohl Technologie als auch Trainingsprogramme auf der Grundlage des tatsächlichen Einsatzes in anspruchsvollen Umgebungen weiterzuentwickeln. Dies stärkt unsere Möglichkeit, Drohnen zu entwickeln, die auch der dänischen Verteidigung zugutekommen können, sagt Benjamin Meinertz, Mitgründer von UPTEKO.
Der Einsatz wird auch als Teil der Afrikastrategie des dänischen Außenministeriums beschrieben, bei der das Ziel ist, dass Dänemark und die EU eine Alternative zu anderen Akteuren – wie etwa China – darstellen.

