Der mit dem Hersteller KNDS geschlossene Vertrag sieht eine Erweiterung der bestehenden Flotte von Brückenlegepanzern der dänischen Armee vor. Die bereits vorhandenen Brückenfahrzeuge, die das Leguan-System nutzen, basieren auf dem Leopard-2-Fahrgestell, während die neuen radgetrieben sind gemäß der Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.

Die Entscheidung für die Beschaffung radbasierter Brückenfahrzeuge beruht auf dem Wunsch, die vorhandenen Fahrzeuge zu ergänzen, so Oberst Thomas Øgendahl Knudsen, Leiter der Landdivision beim dänischen Verteidigungsmaterialamt (FMI – Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse).

– Das Brückenfahrzeug ergänzt die neuen Kettenbrückenfahrzeuge sehr gut. Die radgestützten Brückenfahrzeuge werden typischerweise hinter den vorderen Einheiten operieren und dort die ausgelegten Brücken aufnehmen und versetzen können, ohne die gepanzerten Kettenbrückenfahrzeuge einsetzen zu müssen, die in der Regel bei den vorderen Kampfeinheiten im Einsatz sein werden. Mit dieser Beschaffung ist die Brigade sehr gut gerüstet, um Wasserhindernisse mit Panzerschnellbrücken, radgestützten Brückenfahrzeugen, mechanisierten Feldbrücken und Amphibienbrücken zu überwinden, sagt Knudsen.

Das Leguan-System wird vom Verteidigungsministerium als eines der meistgenutzten Brückenlegesysteme der Welt beschrieben. Das Fahrzeug kann eine 26 Meter lange Brücke in unter fünf Minuten verlegen, alternativ zwei separate Brücken von je 14 Metern. Dies ermöglicht es schweren Fahrzeugen, einschließlich Kampfpanzern, Hindernisse zu überwinden, ohne an Schwung zu verlieren.

Die neuen Brückenfahrzeuge bestehen im Einzelnen aus einem Leguan-System, das auf einem Tatra-10x10-Lastkraftwagen montiert ist, gemäß einer Pressemitteilung von KNDS. Weiterhin gibt KNDS an, dass der Vertrag einen Wert von 33 Millionen Euro hat, mit einer Option auf weitere Brückenfahrzeuge und Ausrüstung im Wert von 25 Millionen Euro. Eine Entscheidung über die Option wird im Jahr 2026 erwartet.


* In einem früheren Artikel hatte NDS fälschlicherweise angegeben, dass die neuen Brückenfahrzeuge vom gleichen Typ wie die vorhandenen Leopard-2-basierten Brückenfahrzeuge seien.