– Wir haben nun eine Alternative erarbeitet, die für Tschechien deutlich vorteilhafter ist. Wir haben einen Rabatt von etwa 25 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Angebot ausgehandelt, sagt Lubor Koudelka, Leiter der Beschaffungsabteilung des Verteidigungsministeriums, in einer Pressemitteilung des Ministeriums.
Der neue Vorschlag umfasst den weiteren operativen Einsatz des Gripen-Systems zwischen 2027 und 2035. Das Paket beinhaltet auch Service, Wartung und Pilotenausbildung. Die Anzahl der Flugzeuge soll von derzeit 14 auf 12 reduziert werden, davon zehn einsitzige und zwei zweisitzige, Modell C beziehungsweise D. Die verkleinerte Flotte ist nach Einschätzung der tschechischen Luftwaffe ausreichend, da die bestellten F-35-Kampfflugzeuge aus den USA ab 2031 schrittweise eingeführt werden sollen.
– Auch mit einer geringeren Anzahl von Flugzeugen werden wir in der Lage sein, unsere Aufgaben im Bereich der Luftverteidigung zu erfüllen, sagt Generalmajor Petr Čepelka, Oberbefehlshaber der tschechischen Luftwaffe.
Laut der Pressemitteilung belaufen sich die Gesamtkosten des schwedischen Vorschlags für Leasing, Service und Ausbildung auf etwa 16,65 Milliarden tschechische Kronen einschließlich Mehrwertsteuer. Davon entfallen 3,9 Milliarden Kronen auf ein Modernisierungsprogramm für die Flugzeuge. Modernisierungsmaßnahmen wurden auch bereits im Rahmen des laufenden Vertrags durchgeführt, der von 2015 bis 2027 gilt.
Im September 2024 unterzeichnete Verteidigungsminister Pål Jonson (M) eine Absichtserklärung mit der tschechischen Verteidigungsministerin Jana Černochová, um die Verteidigungskooperation zwischen den Ländern zu stärken. Die Absichtserklärung betraf unter anderem eine verlängerte Zusammenarbeit im Bereich des Gripen-Systems nach 2027.

