Laut dem Schwedischen Verteidigungsforschungsinstitut (FOI) ist die Übung Teil eines wachsenden Konzepts, das vom amerikanischen „Project Convergence" inspiriert wurde, bei dem Forschung, Verteidigung und Industrie zusammenarbeiten, um neue Technologien schnell zu erproben und zu integrieren. Das Thema des Jahres lautete „any sensor to any shooter" in subarktischer Umgebung.
Eines der meistbeachteten Elemente war die Demonstration schwedischer Drohnenschwarmtechnologie – eine Fähigkeit, die innerhalb eines Jahres durch die Zusammenarbeit zwischen den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten), der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV), dem FOI, dem Verteidigungsministerium und Saab entwickelt wurde. Die Technologie ermöglicht es einem einzelnen Operator, bis zu hundert Drohnen von einer mobilen Plattform aus zu steuern, und integriert KI-basierte Echtzeitanalyse.
Die Technologie wurde von Verteidigungsminister Pål Jonson (M), Armeechef Jonny Lindfors und Saab-CEO Micael Johansson auf einer Pressekonferenz während der Folk och Försvar-Konferenz in Sälen (Mittelschweden) vorgestellt und erstmals öffentlich in Älvdalen gezeigt.
Von norwegischer Seite nahmen unter anderem das Norwegische Verteidigungsforschungsinstitut (FFI), das Heer sowie Industriepartner wie Kongsberg, Squarehead und Triangula teil. Der norwegische Beitrag umfasste ein unbemanntes Bodenfahrzeug, das mit einem „Drohnen-Radar" und Waffensystemen zur Bekämpfung feindlicher unbemannter Luftfahrzeuge (UAS) ausgestattet war. In einem Szenario wurden Schallsensoren von Squarehead und Triangula eingesetzt, um Artillerie zu orten, die anschließend von finnischen Granatwerfern erwidert wurde.
– Arctic Strike ist ein Beispiel dafür, wie wir stärker werden, indem wir gemeinsam entwickeln, innovieren und experimentieren, sagt Norwegens Armeechef Lars Lervik in der Pressemitteilung des FFI.
Oberbefehlshaber Michael Claesson kommentierte die Übung ebenfalls in einem Beitrag auf X: – Sehr gute Anlage. Danke an die Armee für eine ausgezeichnete Initiative, die uns in Entwicklungsfragen voranbringt.
Die Übung wurde vom Armeestab in Zusammenarbeit mit unter anderem den Schwedischen Streitkräften, der FMV, dem FOI, dem norwegischen FFI und verschiedenen Verteidigungsunternehmen durchgeführt. Laut den Veranstaltern besteht das Ziel darin, das Tempo der Technologieentwicklung zu erhöhen, die Interoperabilität zu verbessern und die Einführungszeiten für neue Systeme zu verkürzen.
– Die Entwicklung kommerzieller Technologie ist in mehreren Segmenten führend, und wir versuchen, diesen Vorteil zu nutzen, indem wir militärische Anwendungen finden, um Vorlaufzeiten zu verkürzen und Kosten niedrig zu halten, sagt Andreas Ziegenfeldt, Entwicklungschef der Armee, und fährt fort: Manchmal müssen wir anerkennen, dass jemand anderes das Problem bereits gelöst hat und dass seine Lösung unter den gegebenen Umständen als ausreichend gut angesehen werden kann.

