Dänemark, Island und Norwegen gehören zu den 14 NATO-Ländern, die sich an Neptune Strike 26-3 beteiligen, das vom 17. bis 23. Juli durchgeführt wird. Zum ersten Mal wird die wiederkehrende Militäraktivität im Rahmen von Arctic Sentry auf die Nordgebiete und den Nordatlantik ausgeweitet.
Neptune Strike wird von der NATO beschrieben als eine wiederkehrende verstärkte Militäraktivität (Enhanced Vigilance Activity, eVA) und wird von den Naval Striking and Support Forces NATO (STRIKFORNATO) geleitet. Das Hauptquartier befindet sich in Oeiras (Portugal). Die Aktivität bringt Marine-, Luft- und Landstreitkräfte sowie multinationale Verbände unter einem gemeinsamen operativen Rahmen zusammen.
Bei Neptune Strike 26-3 kooperiert die britische Trägergruppe unter Führung der HMS Prince of Wales mit dem spanischen Expeditionsverband unter Führung der Castilla. Laut NATO werden die beiden Kräfte durch Beiträge von 14 Alliierten sowie der NATO Intelligence, Surveillance and Reconnaissance Force unterstützt.
Die Gesamtbeiträge umfassen Schiffe, U-Boote und Luftfahrzeuge. Die NATO präzisiert jedoch nicht, welche Ressourcen die nordischen Länder beisteuern.
Die Verbände sollen unter anderem Führung, Geheimdienstinformationsaustausch und Koordination zwischen verschiedenen Gefechtsdomänen über große geografische Entfernungen üben. Die NATO gibt an, dass die Bedingungen in der Arktis, den Nordgebieten und dem Nordatlantik die Möglichkeit bieten, multinationale Verbände in einem anspruchsvollen operativen Umfeld zu trainieren.
Im Unterschied zu einer traditionellen jährlichen Übung wird Neptune Strike in mehreren Runden mit unterschiedlichen operativen Schwerpunkten durchgeführt. Frühere Runden waren auf das westliche und zentrale Mittelmeer konzentriert.
Nordic Defence Sector hat zuvor berichtet über die Einrichtung von Arctic Sentry, das vom Joint Force Command Norfolk geleitet wird und die alliierte Aktivität in der Arktis und im Nordatlantik koordiniert. Neptune Strike 26-3 ist die erste Runde der Serie, die im Rahmen dieses Konzepts auf das Gebiet ausgeweitet wird.
In einer separaten Pressemitteilung gibt die NATO an, dass die spanische Marine die NATO-Streitmacht leitet, die für die Patrouillierung im Nordatlantik zuständig ist. Laut NATO tragen Neptune Strike gemeinsam mit Eastern Sentry, Arctic Sentry und Baltic Sentry zu einer kontinuierlichen alliierten Präsenz bei.

