Schweden führt eine umfassende Investition in die mechanisierten Verbände der Streitkräfte durch: Es werden 44 neue Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A8 bestellt sowie 110 vorhandene Stridsvagn 122 und die Stridsfordon-90-Flotte aufgerüstet. Die Maßnahme ist Teil der Arbeit zur Stärkung der vier im Aufbau befindlichen Brigaden sowie der Kampfgruppe Gotland (Stridsgrupp Gotland), so das schwedische Verteidigungsministerium (Försvarsdepartementet) und die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk).

„Wir erhalten mit diesen Bestellungen 154 moderne Kampfpanzer sowie renovierte Kampffahrzeuge, was unsere Verteidigungsfähigkeit stärkt. Es geht darum, die mechanisierten Brigaden und die Kampfgruppe Gotland mit neuem und renoviertem Material für die Zukunft auszustatten", sagt Verteidigungsminister Pål Jonson (Moderate Sammlungspartei) in einer Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.

Die neuen Leopard-2-A8-Kampfpanzer, die bei den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) die Bezeichnung Stridsvagn 123B erhalten, werden von KNDS gefertigt. Gleichzeitig sollen 66 vorhandene Stridsvagn 122 (siehe Bild) aufgerüstet werden, zusätzlich zu den 44, die bereits in der Modifizierung sind. Diese aufgerüsteten Fahrzeuge werden als Stridsvagn 123A bezeichnet.

Leutnant Alva Cederholm vom Gotland-Regiment P 18 (Gotlands regemente P 18, Gotland, Schweden) begrüßt die Entscheidung:

„Die neuen Fahrzeuge und die aufgerüsteten älteren Fahrzeuge werden eine große Verbesserung darstellen", sagt sie in einem Artikel auf der Website der Schwedischen Streitkräfte. Die Aufrüstungen umfassen unter anderem neue Kanonen, verbesserten Schutz und eine erhöhte Digitalisierung. Die Lieferungen der aufgerüsteten Fahrzeuge sind für den Zeitraum 2027 bis 2030 geplant, während die neu gefertigten Fahrzeuge zwischen 2028 und 2031 geliefert werden. Die Kosten für die Kampfpanzerverträge werden auf rund 17,2 Milliarden Schwedische Kronen geschätzt. Nach Abschluss aller Lieferungen wird die Försvarsmakten über insgesamt 154 Kampfpanzer verfügen, davon 110 vom Typ Stridsvagn 123A und 44 vom Typ Stridsvagn 123B.

„Stridsvagn 123A und 123B gehören zu den modernsten Kampfpanzern der Welt. Sie verschaffen Schweden erhöhte Kapazitäten und bessere Möglichkeiten zur Harmonisierung mit anderen NATO-Ländern", sagt Göran Mårtensson, Generaldirektor der FMV, in einer Pressemitteilung der Behörde. Neben den Kampfpanzern hat die Regierung die Försvarsmakten ermächtigt, vorhandene Stridsfordon 90 zu renovieren. Die Renovierung soll bis 2030 abgeschlossen sein und wird auf rund 5 Milliarden Schwedische Kronen geschätzt.