Die USA haben Saudi-Arabien offiziell zum "Major Non-NATO Ally" (MNNA) ernannt, was bedeutet, dass das Land besondere verteidigungspolitische Vergünstigungen erhält, ohne den gegenseitigen Verteidigungsverpflichtungen der Nato zu unterliegen. Die Ankündigung erfolgte durch Präsident Donald Trump während eines Abendessens im Weißen Haus am 18. November, im Rahmen des Staatsbesuchs von Kronprinz Mohammed bin Salman in Washington DC.

Die Ernennung fällt zeitlich mit einem neuen Verteidigungsabkommen zwischen den beiden Ländern zusammen. Dieses umfasst unter anderem künftige F-35-Lieferungen, eine gestärkte regionale Abschreckung sowie eine verstärkte verteidigungsindustrielle Zusammenarbeit.

Vergünstigungen ohne Sicherheitsgarantien

Der MNNA-Status ist eine nach US-amerikanischem Recht vergebene Bezeichnung für ausgewählte Partnerländer. Sie ermöglicht unter anderem den Zugang zu amerikanischem Überschussmaterial, gemeinsame Forschung und Ausbildung sowie die Teilnahme an Ausschreibungen im Zusammenhang mit amerikanischer Verteidigungstechnologie. Sie beinhaltet jedoch keine direkten militärischen Garantien seitens der USA.

Saudi-Arabien ist damit das 20. Land, dem dieser Status verliehen wird. Zu den übrigen Ländern zählen Israel, Japan, Kolumbien und Thailand.