Ministerpräsident Ulf Kristersson (M) nimmt am 16.–17. Dezember am Gipfeltreffen der Joint Expeditionary Force (JEF) in Tallinn, Estland, teil. Das Treffen versammelt die Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsländer des britisch geführten Verteidigungsbündnisses, um die Unterstützung für die Ukraine, die sicherheitspolitische Lage in Nordeuropa und die weitere Stärkung der JEF-Zusammenarbeit zu erörtern.

Der Gipfel markiert zugleich das 10-jährige Jubiläum der JEF, seit das Bündnis 2014 gegründet wurde. Estlands Ministerpräsident Kristen Michal ist Gastgeber des Treffens und beschreibt es als Gelegenheit, die Verteidigungskooperation zu vertiefen und das Engagement der Länder für regionale Stabilität erneut zu bekräftigen.

Die Joint Expeditionary Force ist eine multilaterale Verteidigungsplattform, der Großbritannien, Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Island, Estland, Lettland, Litauen und die Niederlande angehören. Der Schwerpunkt liegt auf gemeinsamen Übungen und operativer Einsatzfähigkeit zur Bewältigung von Krisen, insbesondere in der Ostseeregion.

Das jüngste Gipfeltreffen fand in Schweden im Oktober 2023 auf Gotland (strategisch bedeutsame schwedische Insel in der Ostsee) statt und befasste sich unter anderem mit Hybridbedrohungen und der Zusammenarbeit bei Verteidigungsmaterial. Diesmal werden ähnliche Themen auf der Tagesordnung erwartet, mit besonderem Schwerpunkt auf den aktuellen Sicherheitsherausforderungen in Europa, wie aus einer Pressemitteilung der finnischen Präsidialkanzlei hervorgeht.