Am 15. April legt die Regierung den Frühjahrs-Nachtragshaushalt vor, der die finanziellen Zuweisungen für das laufende Jahr regelt. Das zivile Verteidigungswesen erhält 385 Millionen Kronen, was Investitionen in das Forschungsinstitut RISE sowie die Lagerhaltung von medizinischen Produkten umfasst, wie Vertreter der Tidö-Koalitionsparteien auf einer Pressekonferenz im Rosenbad (Regierungssitz, Stockholm) bekanntgaben.

Die Pressekonferenz wurde vom Minister für zivile Verteidigung Carl-Oskar Bohlin (Moderaterna) gemeinsam mit Gesundheitsministerin Acko Ankarberg Johansson (Kristdemokraterna), dem Parteisekretär der Schwedendemokraten Mattias Bäckström Johansson sowie der verteidigungspolitischen Sprecherin der Liberalen, Anna Starbrink, abgehalten.

– Die sicherheitspolitische Lage im internationalen Umfeld hat sich über einen langen Zeitraum verschlechtert. Es sind nun fast zehn Jahre vergangen, seit Schweden beschlossen hat, das Gesamtverteidigungskonzept (Totalförsvar) und das zivile Verteidigungswesen wiederherzustellen. Diese Arbeit begann praktisch bei null und ist verhältnismäßig langsam vorangeschritten. Als diese Regierung ihr Amt antrat, legten wir eine offensivere Ambitionsstufe fest als der letzte Verteidigungsbeschluss, mit zusätzlichen Investitionen, sagt Carl-Oskar Bohlin.

Der Haushaltszuschuss erstreckt sich über neun Bereiche, darunter Cybersicherheit, Trinkwasserversorgung, Verkehrsinfrastruktur, medizinische Produkte, Schutzraumausrüstung sowie Messinstrumente für das Forschungsinstitut RISE, und umfasst insgesamt 385 Millionen Kronen.

Der größte Posten, 130 Millionen Kronen, betrifft „staatliche Verstärkungsressourcen" – unter anderem erhöhte Mittel für die Behörde für gesellschaftlichen Schutz und Bereitschaft (MSB, Myndigheten för samhällsskydd och beredskap), damit die Behörde bei Bedarf zur kommunalen Rettungsdienstversorgung beitragen kann. Die Mittel sollen beispielsweise für die Beschaffung von Ausrüstung zur Brandbekämpfung sowie zur Dekontamination und Detektion gefährlicher Stoffe verwendet werden.

– Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, dass Angriffe auf Städte und Zivilbevölkerung weitreichend sind und große Herausforderungen mit sich bringen. Wir haben wirklich gesehen, welche Stärke in der Ukraine vorhanden ist, und wir müssen nun auch in Schweden besser werden, sagt Anna Starbrink.