Heute beginnt die Übung Birger Jarl der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) in Stockholm (Schweden), mit insgesamt rund 2.000 Teilnehmern. Ziel ist es, die Fähigkeit zum Schutz kritischer gesellschaftlicher Infrastruktur in Krisen- oder Kriegszeiten zu stärken, wie aus einer Pressemitteilung der Schwedischen Streitkräfte hervorgeht.

Die Übung findet an mehreren Standorten in der Mittleren Militärregion statt, mit Schwerpunkt auf der Stockholmer Innenstadt. Im Rahmen der Übung werden der Heimatschutz (Hemvärnet) und das Leibbataillon der Leibgarde (Livgardets Livbataljon) im Schutz und in der Bewachung wichtiger Gebäude trainiert, darunter das Regierungsviertel, Führungsstandorte der Schwedischen Streitkräfte sowie Flughäfen und Häfen.

– Die Stockholmer Innenstadt ist ein komplexes Umfeld, in dem man operieren muss, und deshalb ist es wichtig, dass wir dies gemeinsam üben, um die Fähigkeit der Gesamtverteidigung (Totalförsvar) zum Schutz der Stadt in Krisenzeiten oder im äußersten Fall – im Krieg – zu stärken, sagt Oberstleutnant Niclas Eriksson, Übungsleiter und stellvertretender Kommandeur der Mittleren Militärregion, in der Pressemitteilung.

Im Rahmen der Übung finden auch Elemente gemeinsam mit zivilen Akteuren der Gesamtverteidigung statt, mit Schwerpunkt auf Zusammenarbeit und gemeinsamen Einsätzen.

– Stockholm hat als küstennahe Hauptstadt eine strategische Lage im Ostseeraum, die durch unsere NATO-Mitgliedschaft noch bedeutsamer geworden ist. Gemeinsam mit der übrigen Gesamtverteidigung zielt die Übung darauf ab, unsere gemeinsame Verteidigungsfähigkeit mit Fokus auf Stockholm zu stärken, was auch zu einer stärkeren Allianz beiträgt, sagt Niclas Eriksson.

Am 14. und 15. Februar wird die Übung für die Öffentlichkeit am sichtbarsten sein, vor allem im Regierungsviertel, auf dem Gärdet, auf Djurgården sowie in den Stadtteilen Kista, Bromma und Kungsängen. Schusswaffengebrauch mit Platzpatronen kann in abgesperrten Bereichen vorkommen, unter anderem in Kista, Frihamnen und Huddinge.