Die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) und die Behörde für Zivilverteidigung (Myndigheten för civilt försvar, MCF) haben die Initiative für einen neuen Unternehmensrat mit führenden schwedischen Unternehmen ergriffen, um das Gesamtverteidigungssystem (Totalförsvar) und Schwedens gesamte Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Laut den Schwedischen Streitkräften soll der Rat als strategisches Forum dienen, in dem die Wirtschaft Erfahrungen, Perspektiven und Lagebilder einbringen kann, die mit Versorgungskapazität, Durchhaltefähigkeit und gesellschaftlich wichtigen Aktivitäten in Krisen- und Kriegszeiten verbunden sind. Der Rat wird als Ergänzung zu bereits bestehenden Branchen- und Sektorkooperationen beschrieben.

„Moderne Konflikte sind weit mehr als militärische Fähigkeit. Sie werden durch die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft, die Versorgungskapazität und die Fähigkeit entschieden, unter Druck zu funktionieren. Deshalb müssen Verteidigungsbehörden und Wirtschaft enger zusammenarbeiten als bisher", sagt Oberbefehlshaber Michael Claesson in einer Erklärung der Schwedischen Streitkräfte.

Das erste Treffen fand am 7. Mai statt, und die Absicht ist, dass der Unternehmensrat mindestens zweimal jährlich zusammenkommt. Die Teilnehmer stammen unter anderem aus dem Bankensektor, der Lebensmittelindustrie, dem Energiebereich, dem Transportsektor, der Telekommunikation und der Verteidigungsindustrie.

Zu den Teilnehmern gehören Vertreter von SEB, Swedbank, Folksam, Ica Gruppen, Skanska, SKF, Alfa Laval, Volvo, Scania, Ericsson, Telia, Arla, Axel Johnson, Lantmännen, Stena, SJ, Vattenfall, E.ON, Astra Zeneca, Getinge, Securitas, Saab, BAE Systems Bofors, MW Group, Bonnier News und Postnord.

Generaldirektor Mikael Frisell schreibt in einem Beitrag auf LinkedIn, dass die Wirtschaft ein entscheidender Teil von Schwedens gesamter Widerstandsfähigkeit sei.

„Mit diesem Rat schaffen wir ein strategisches Forum, in dem führende Unternehmen Perspektiven, Lagebilder, Erfahrungen und wertvolle Ratschläge einbringen können, als Ergänzung zu bestehenden Kooperationen in verschiedenen Branchen und Sektoren", schreibt er.

MW Groups Geschäftsführer Mikael Karlsson hebt gleichzeitig die Verantwortung der Industrie bei der Stärkung der Verteidigungsfähigkeit hervor.

„Ich hoffe, insbesondere die Perspektive kleiner und mittlerer Unternehmen einbringen zu können und die Rolle, die sie beim Aufbau langfristiger Widerstandsfähigkeit und Verteidigungsfähigkeit spielen können", schreibt er in einem Beitrag auf LinkedIn.