Kista Science City (Technologie- und Innovationszentrum nördlich von Stockholm) startet ein Pilotprojekt mit dem Cyberverteidigungskommando der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten), um technische Lösungen von Startups und Technologieunternehmen zu integrieren. Die Zusammenarbeit soll die automatisierte Kartierung komplexer IT-Systeme ermöglichen und die nationale digitale Verteidigungsfähigkeit stärken.
– Eine starke Verteidigung Schwedens und unserer Verbündeten im Cyberbereich erfordert, dass wir mit der technologischen Entwicklung stets Schritt halten. Die Zusammenarbeit mit zivilen Innovatoren und das Verständnis des digitalen Geländes sind eine strategische Notwendigkeit für den Aufbau der Cyberverteidigung der Zukunft, sagt Oberst Thomas Höglund, Kommandeur des Cyberverteidigungskommandos der Schwedischen Streitkräfte.
Die Herausforderung trägt den Namen „Analysis of system defensibility" und befasst sich laut einer Pressemitteilung mit der Suche nach Werkzeugen zur digitalen Geländeanalyse. Dies umfasst die automatische Kartierung von Netzwerkeigenschaften, damit die Verteidigung Maßnahmen planen und priorisieren kann. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sucht die Behörde nach Technologien, die außerhalb der eigenen Strukturen entwickelt werden.
– Mit dieser Initiative öffnen wir die Tür für zivile Innovatoren, direkt zur Cyberverteidigung des Landes beizutragen – und das mit einer Geschwindigkeit und Präzision, die traditionelle Prozesse schlichtweg nicht leisten können, sagt Sakarias Strand, Programmverantwortlicher für Cybersicherheit und Verteidigung bei Kista Science City.
Der Bewerbungszeitraum richtet sich an Unternehmen mit Expertise in den Bereichen Netzwerkanalyse und Cybersicherheit und läuft bis zum 30. März 2026. Anschließend beginnt ein Auswahlverfahren, um die relevantesten Lösungen für Matchmaking-Treffen und Demonstrationstage in Stockholm (schwedische Hauptstadt) im Frühjahr zu ermitteln.
Das Ziel des Pilotprojekts wird beschrieben als die Identifizierung technischer Werkzeuge, die in bezahlte Verträge übergehen und zu langfristigen Kooperationen zwischen der militärischen Verteidigung und dem zivilen Sektor führen können.

