Die Schwedische Heimwehr (Hemvärnet) optimiert die Ausbildung für militärische Fahrausweise für Personenkraftwagen und leichte Lastkraftwagen durch die Einführung digitaler Lernformate für die theoretischen Ausbildungsabschnitte. Laut den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) besteht das Ziel darin, mehr Fahrzeugführer ausbilden zu können und gleichzeitig Kapazitäten bei den Ausbildern freizusetzen.
Der theoretische Teil der Ausbildung soll über die digitalen Systeme Moodle und Optima absolviert werden, während der Präsenzunterricht künftig stärker auf praktische Ausbildungsabschnitte ausgerichtet sein soll.
„Die Einführung der digitalen Ausbildung bedeutet, dass der Lernende die theoretischen Teile zu einem Zeitpunkt und an einem Ort seiner Wahl absolvieren kann, was die Durchführung für den Lernenden erleichtert", sagt Johan Wallin, Heimwehr-Beauftragter für den Fahrzeugdienst, in einem Artikel auf der Website der Schwedischen Streitkräfte.
Laut den Schwedischen Streitkräften sollen auch die praktischen Ausbildungsabschnitte auf jene Teile beschränkt werden, die für das sichere Führen des Fahrzeugs erforderlich sind. Weitere Abschnitte, beispielsweise besondere Fahrzeugkontrolle und Fahrzeugpflege, sollen stattdessen im Rahmen von Übungen durchgeführt werden.
„Weitere praktische Abschnitte, wie zum Beispiel besondere Kontrollen im Zusammenhang mit der Fahrzeugpflege, werden stattdessen während Übungen durchgeführt, wenn solche Abschnitte ohnehin vorgesehen sind, oder diese Abschnitte werden als Übungsziele für den Fahrzeugdienst in die Übung integriert", sagt Johan Wallin.
Die Schwedischen Streitkräfte betonen, dass militärische Fahrzeugführer in der Lage sein müssen, anspruchsvollere Situationen zu bewältigen, als sie normalerweise im zivilen Führerschein der Klasse B enthalten sind, darunter das Fahren in schwierigem Gelände, einfache Reparaturen und das korrekte Beladen von Fahrzeugen.
Die Ausbildung wird weiterhin lokal durch die Militärregionsgruppen verwaltet.

